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Thermografie des kleinen Mannes

Wie erfolgreich waren unsere Dämm-Maßnahmen?

Der Winter ist ja zugegebenermaßen nicht unbedingt meine Lieblings-Jahreszeit. Ich bin definitiv ein bekennendes Kind des Sommers. Doch auch dem Winter kann ich als Optimist etwas positives abgewinnen, wenn es auch nur die Möglichkeit ist, mit einfachen Mitteln einen Überblick über den Erfolg oder Misserfolg der bislang durchgeführten Dämm-Maßnahmen an unserem Haus zu erhalten.

SCHNEE AUF DEM DACH

Was haben wir bislang gedämmt?

Über die meisten in Sachen Dämmung habe ich hier im Blog bereits berichtet, im folgenden erfolgt noch einmal eine Übersicht.

Die Liste der durchgeführten Dämm-Massnahmen klingt jetzt zwar nicht lang, betrifft allerdings nahezu 100% der Gebäudehülle. Die einzigen geplanten, noch offenen Punkte sind der Austausch von drei Kellerfenstern in meiner Werkstatt und im Heizungskeller. Das sind allerdings Projekte bei denen ich mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch ein wenig Zeit lassen werde. In der Werkstatt herrschen dauerhaft angenehme 16°C und im Heizungskeller interessiert mich der Wärmeverlust durch die alten Fenster relativ wenig.

Wie kann man den Erfolg überprüfen?

Da ich hier nun vor habe ein Fazit zum Erfolg der Massnahmen zu veröffentlichen, habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich hier zu Ergebnissen kommen kann. Hier gibt es wie immer mehrere Möglichkeiten. Da ich den Heizölverbrauch der Vorbesitzer und den unseren aus dem ersten Winter kenne, lassen sich hier zumindest schon einmal Tendenzen ablesen.

Professioneller Thermografie Check

Die einfachste und professionellste Möglichkeit den Erfolg zu messen, ist definitiv ein Thermografie Check, dieser wird unter anderem von Energieberatern durchgeführt. Einfacher geht es mit dem ThermografieCheck der TEAG, der ThüringerEnergie. Dieser ist entgegen der ersten Vermutung allerdings nicht auf das Bundesland Thüringen begrenzt, sonder kann schnell und einfach online bestellt werden. Die Thermografie-Aufnahmen werden von der Firma delta durchgeführt, die von der TEAG dazu beauftragt wurde. Du erhältst bis zu sechs, mit einer speziellen Thermografie-Kamera erstellte, Außenaufnahmen deiner Fassade. Das ganze zu einem Preis von 109 Euro!

Neben den eigentlichen Thermografie Bildern, erhältst du einen ausführlichen Ergebnisbericht auf Basis der Thermografie Aufnahmen deines Hauses. Dieser Bericht wird von entsprechenden Experten maßgeschneidert angefertigt und ist keinesfalls eine lose, allgemein gehaltene, Tippsammlung!

Was ist Thermografie eigentlich?

Bei der Thermografie werden mit einer speziellen Kamera Außenaufnahmen des Gebäudes gemacht. Entgegen den Fotos welche du mit deinem Smartphone oder der Kompaktkamera aufnimmst, werden auf Thermografie -Aufnahmen Temperaturen farblich dargestellt. Kalte Stellen der Fassade sind blau, eher warme Stellen werden rot angezeigt. So erkennst du auf Anhieb die Stellen, an welchen dein Haus Wärme an die Umgebung abgibst. Diese Kältebrücken kannst du dann gezielt bekämpfen. Klassischerweise sind das in der Regel alte Fenster, unzureichend gedämmte Rolladenkästen oder gar Undichtigkeiten in den Dachziegeln. Doch auch versteckte Kältebrücken wie alte Balkone werden auf Anhieb sichtbar!

Thermografie des kleinen Mannes

Die Thermografie des kleinen Mannes besteht in erster Linie auf Beobachtungen rund um das Haus in der kalten Jahreszeit. Worauf es sich zu achten lohnt führe ich in der folgenden Liste für dich auf.

  • Wie lange bleibt der Schnee im Vergleich zu den Nachbarhäusern auf dem Dach liegen?
  • Taut der Schnee auf der Fensterbank trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt?
  • Schmilzt der Schnee an bestimmten Stellen auf dem Dach besonders schnell?
  • Gefrieren deine Fensterscheiben von Außen?
  • Setzt sich Frost auf der Außenwand des Hauses ab?
  • Gibt es Unterschiede beim Verbrauch von Heizöl oder Gas?

Meine Beobachtungen im Winter

Wer mich kennt, der ahnt bereits, dass ich hier auf Beobachtungen gesetzt habe, eventuell werde ich auf das Thermografie Angebot der TEAG aber noch zurückkommen.

Schnee auf dem Dach

Im Vergleich zu den vergangenen Wintern, hält sich der Schnee auf unserem Hausdach bedeutend länger. Die Häuser in der Nachbarschaft kommen größtenteils genau wie unser Haus aus der Mitte der Siebziger, teilweise noch auf dem Dämm-Niveau wie wir vor der Zwischensparrendämmung, teilweise komplett neu eingedeckt und stellenweise ebenfalls mit aktueller Zwischensparrendämmung. Punkt für meine Beobachtungen sind immer die von der Sonne abgewandte Dachhälfte. Im Vergleich zur Nachbarschaft, liegen wir hier nach der Dämmung knapp unterhalb der Häuser mit komplett neuer Eindeckung.

SCHNEE AUF DEM DACH

Schnee auf der Fensterbank

Da wir gemeinsam mit dem WDVS auch neue Fensterbänke bekommen haben, wurden die alten aus Stein entsorgt und durch Aluminium-Fensterbänke ersetzt. Vorher konnte man recht gut erkennen, wie der Schnee auf den Fensterbänken ziemlich schnell wieder geschmolzen ist. Die neuen Fensterbänke verfügen über eine Dicke Dämmschicht und lassen kaum Wärme durch. selbst Regen gefriert hier bei entsprechenden Temperaturen relativ zügig. Ein Indiz dafür, dass die ehemaligen Wärmebrücken verschwunden sind!

Ungleichmäßiges Abtauen auf dem Dach

Der Schnee auf unserem Dach taut mittlerweile recht gleichmäßig, vor der Zwischensparrendämmung, bei welcher ich etliche kaputte Dachpfannen ausgetauscht habe, sag das noch ganz anders aus.

Frost an den Fenstern von Außen

Durch die neuen Fenster, hat sich der Wärmeverlust drastisch reduziert. Die neuen Fenster lassen so gut wie keine Wärme mehr nach draussen. Stellenweise gefrieren unserer Fensterscheiben sogar von Außen, ein Phänomen welches ich bislang nur von Autoscheiben kannte. Ein gutes Zeichen für eine Gute Dämmung.

Fenster von Außen gefroren

Frost an der Fassade

Genau wie die Fenster, frieren auch unsere Wände von Außen ein. Dies spricht für gute Dämmwerte und sieht obendrein im Dunkeln wenn die Außenbeleuchtung an ist superfancy aus!

Unterschiede beim Verbrauch

Im ersten Winter haben wir allein in den Monaten Januar und Februar zusammen gut 1.000 Liter Heizöl verbraucht. Das ist schon eine Menge wenn man bedenkt, dass wir damit nun da komplette Jahr auskommen! Klar, den Kaminofen hatten wir damals noch nicht, ein nicht zu unterschätzender Wärmebringer, doch alles in allem hat sich der Verbrauch massiv verringert!

Mein Fazit

Wie du dir mit Sicherheit denken kannst, bin ich mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Eventuell werde ich in Zukunft trotzdem einen ThermografieCheck in Auftrag geben.

Ein Kommentar
  1. Sehr interessantes Thema!
    Hast du dir das alles selber erarbeitet?
    P.S. finde deinen Schreibstil sehr angenehm.!

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