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Smarthome im Eigenbau - Die Serie

Smarthome im Eigenbau – Das ist mein Plan

Vor einiger Zeit habe ich bereits den Versuch gewagt, unser Haus mit einer halbwegs intelligenten Steuerung der Heizkörper auszustatten. Damals, besser gesagt vor genau 4 Jahren, habe ich auf das RWE Smarthome System gesetzt. Ein durchaus gutes System, welches allerdings den entscheidenen Nachteil hat, das nur der RWE eigene Funkstandard unterstützt wird. Somit ist es unmöglich Sensoren und Aktoren anderer Hersteller zu verwenden. Da es preislich durchaus attraktivere Komponenten gibt, habe ich sämtliche RWE Smarthome Elemente bei eBay verkauft und mir Gedanken über meine persönliche Smarthome Zukunft gemacht. Meine Entscheidung war recht schnell getroffen, ich versuche mich an einem Smarthome im Eigenbau!

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Mein Plan zum Smarthome im Eigenbau

Nach ein wenig Recherche im Internet stieß ich recht schnell auf die quelloffene Software Fhem, einem vollständigen Open Source System zur Heimautomatisierung. Fhem ist ein in Perl geschriebener Server, welcher die komplette Steuerung und Auswertung von Sensoren, wie etwa einem Thermometer, und Aktoren wie beispielsweise einem Heizkörperthermostat übernimmt. Die Kommunikation zwischen Server und Sensor erfolgt hier in erster Linie über Funk.Hierfür ist zusätzliche Hardware erforderlich, später aber mehr dazu. Für die unterschiedlichen Funkprotokolle der einzelnen Hersteller, existieren innerhalb von Fhem bereits zahlreiche Bibliotheken die sich um die Verbindung kümmern. Somit steht einem Versuch nichts mehr im Weg.

Raspberry Pi 3 als Fhem Server

Da ich in der Vergangenheit, beispielsweise bei meinem Ambilight Projekt, bereits einige Erfahrungen mit dem Einplatinen-Computer Raspberry Pi gesammelt habe, kam für mich alsFhem Server nur dieser in Frage. Der Raspberry Pi ist leise, sparsam im Stromverbrauch und innerhalb der Fhem-Community äußerst beliebt. Dies bedeutet zugleich, dass du bei Problemen relativ schnell Hilfe findest. Preislich ist der Raspberry Pi nahezu unschlagbar, für weit unter 100 Euro erhältst du einen vollwertigen Server inklusive allem was dazugehört um eine vernünftige Basis für deine Heimautomatisierung zu erhalten.

Raspberry Pi Smarthome Einkaufsliste

Die folgenden Komponenten kommen bei meinem Projekt zum Einsatz

Solltest du noch Ladegerät eines alten Telefons mit Mini-USB-Stecker und eine Micro-SD Karte mit mindestens 8 GB im Schrank haben, reduziert sich die notwendige Anschaffung auf den reinen Raspberry Pi 3 Computer. Natürlich ist es auch problemlos Möglich einen Raspberry Pi der Vorgängerversion zu benutzen, doch aufgrund des geringen Preisunterschieds und den Neuerungen beim aktuellen Modell, macht es keinen Sinn etwas anderes anzuschaffen.

Was soll mein Smarthome alles können?

Natürlich habe ich mir im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, was mein Smarthome am Ende alles können soll. Diese Liste ist sehr lang, daher habe ich sie in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Zum einen die Grundfunktionen, etwa die Steuerung der Heizkörper im gesamten Haus, welche die Basis des gesamten Systems darstellen. Dazu kommen Komfortfunktionen welche nicht unbedingt nötig sind, mir aber mit der Zeit eine Menge Arbeit abnehmen. Hier sei Beispielsweise eine laufende Messung des Stromverbrauchs am Stromzähler genannt. Die dritte und letzte Kategorie sind die Luxusfunktionen wie etwa eine Benachrichtigung sobald Post im Briefkasten liegt.

Mein langfristiger Smarthome Plan

Wie du siehst ist die Liste lang, daher wird sich dieses Projekt über einen längeren Zeitraum ziehen und immer wieder erweitert sobald ein Punkt der Liste abgeschlossen ist.

Grundfunktionen
  • Regelung der Heizkörpertemperatur nach einem variablen Zeitplan
  • Fenstersensoren welche bei offenem Fenster die Heizung runterregeln
  • Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt in jedem Raum
  • Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Wind im Garten
  • Schaltung der Beleuchtung nach Zeitplan
Komfortfunktionen
  • Kontinuierliche Messung des Stromverbrauchs am Stromzähler
  • Kontinuierliche Messung des Wasserverbrauchs an der Wasseruhr
  • Meldung auf das Smartphone wenn es an der Tür klingelt
  • Integration des Abfallkalenders
  • Integration der Fritzbox Anrufliste
  • Tablet an der Wand um aktuelle Werte ablesen und ändern zu können
  • Nutzung der Fenstersensoren als Alarmanlage
  • Messung der Niederschlagsmenge
Luxusfunktionen
  • Meldung auf mein Smartphone sobald Post im Briefkasten liegt
  • Integration des Terminkalenders um auf Termine reagieren zu können
  • Möglichkeit die Garage automatisch zu öffnen und zu schließen
  • Ständige Messung des Stromverbrauchs von Waschmaschine, Trockner & Kühlschrank
  • Anwesenheitserkennung
  • Sprachausgabe um ich auf zu lange geöffnete Fenster hinzuweisen
  • Raumübergreifendes Radio
  • Optische Ereignisanzeige im Wohnzimmer
  • Messung der Bodenfeuchtigkeit im Garten
  • Fernabfrage über Messenger

Ausblick auf die Smarthome Serie

Jeder einzelne Schritt wird ein separater Blogpost werden, somit sollte diese Serie kontinuierlich wachsen. Im nächsten Artikel wird es um die Installation und Konfiguration des Raspberry Pi und Fhem gehen.

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Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2016 um 10:21 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Weitere Artikel der Serie

  1. Den Briefkasten ins SmartHome integrieren Teil 1
  2. Smarthome - Installation der MAX! Heizkörperthermostate
  3. Smarthome - Integration der MAX! Fenstersensoren
  4. Smarthome - Eigenbau CUL zum senden und empfangen
  5. Smarthome - Fhem auf dem Raspberry Pi installieren
  6. Smarthome - Den Raspberry Pi installieren
  7. Smarthome im Eigenbau - Das ist mein Plan

Bildquellen

  • smarthome-im-eigenbau: © Can Stock Photo / audioundwerbung
3 Kommentare
  1. Sehr gut, das überschneidet sich sehr mit meinen Vorstellungen. Auf Basis welcher Komponenten möchtest du das denn alles umsetzen? Die Heizung sicherlich über Max!, oder? Wird Homematic auch eine Rolle spielen?

    • Hallo Rolfe,
      richtig geraten, Heizung und Fenster laufen über MAX! nicht zuletzt aufgrund des vergleichsweise günstigen Preis. Homematic wird mit Sicherheit an der ein oder anderen Stelle zum Einsatz kommen, daher habe ich mir direkt ein paar CUL zusammengelötet. Was konkretes ist bislang in Sachen Homematic noch nicht passiert. In den einzelnen Räumen kommen noch LaCrosse Sensoren zum Messen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt zum Einsatz. Ich hoffe die Serie in den nächsten Tagen erweitern u können, aktuell ist meine Zeit leider sehr begrenzt.

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