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Ein Albtraum wird wahr!

Rohrbruch – Unser erster Wasserschaden!

Ein Rohrbruch gehört wohl zu den Dingen im Leben eines Hausbesitzers, welche man nicht einmal seinem ärgsten Feind wünschen würde. Einen Tag vor Silvester hat es uns aber dennoch erwischt.

Ich wurde morgens wach, warf einen Blick auf die Wand und wunderte mich über diesen ominösen Wasserrand welcher direkt vor mir zu sehen war. Ein schneller Griff an die Tapete sorgte leider für Sicherheit, die Wand zwischen Schlaf- und Badezimmer war pitschnass. Anhand der Spuren welche sich an der Wand abzeichneten, war relativ schnell klar wo sich die Leckage befinden müsste. Irgendwo im Bereich der Armatur der Badewanne.

Rohrbruch Nasse Wand

Rohrbruch – Ein Fall für die Versicherung?

Da bei einem Wasserschaden meines Wissens nach die Wohngebäudeversicherung greifen müsste, ging mein Griff umgehend zum Telefonhörer um abzuchecken wie hier das genaue Vorgehen ist. Die Mitarbeiterin der Versicherungsagentur konnte mich beruhigen, wenn es wirklich ein Bruch im Rohrleitungssystem sein sollte, übernimmt die Wohngebäudeversicherung die anfallenden Kosten. Also konnte ich nun beruhigt den örtlichen Sanitär-Menschen damit beauftragen, vorsichtig mit Hammer und Meißel unsere Badezimmer-Wand in Schutt und Asche zu legen.

Schadensbegutachtung

Während der Wartezeit auf den Handwerker, hatte ich ausreichend Zeit dazu, mir einen ersten Überblick über den Schaden zu verfassen. Daran, das die Wand zwischen Schlaf- und Badezimmer nass war, bestand kein Zweifel. Mit Hilfe meines Brennenstuhl Feuchtigkeitsdetektors konnte ich den Wert auf über 40% beziffern. Das hilft mir natürlich überhaupt nicht weiter, für einen zahlenliebenden Menschen wie mich, ist das allerdings eine Genugtuung. Da Wasser bekanntlich der Schwerkraft folgt, war als nächstes ein Blick in den darunter liegenden Kellerraum an der Reihe. Hätte ich vorher gewusst was mich dort erwartet, ich hätte die Tür geschlossen gelassen!

Rohrbruch Wasserschaden Feuchtigkeit messen Brennenstuhl Feuchtigkeitsdetektor MD

Das Wasser floss in einem kleinen Rinnsal die Kellerwand herunter. Wohlgemerkt, wir reden von der Kellerwand welche ich vor nicht allzu langer Zeit in Mühevoller Handarbeit saniert habe! Vorsichtshalber habe ich das Wasser im Haus am Haupthahn erst einmal abgedreht, es macht ja schließlich keinerlei Sinn, noch mehr Wasser in die Wand hineinlaufen zu lassen.

Das das Wasser in den Keller gelaufen war, kann man getrost als Glück im Unglück bezeichnen. Da der vorherige Besitzer unseres Hauses, wie sich herausstellte in der Vergangenheit einmal einen Schaden an der Badewanne durch die Kellerdecke repariert hat, konnte eine Menge Wasser in den Keller anstatt unter den Estrich laufen. Das Loch wurde nur notdürftig mit einer Platte versiegelt und fiel unter der Farbe erst durch das unterschiedliche Verhalten bei der Wasseraufnahme auf.
Rohrbruch Loch in der Kellerdecke

Der verzweilfelte Klempner

Irgendwann kam dann auch der nette Herr von der Sanitär-Firma und machte sich mit Hammer und Meißel bewaffnet daran, die Fliesen im Badezimmer von der Wand zu schlagen. Rund 1,5 Stunden später, hat es der gute Herr geschafft, bis zur Warmwasser-Leitung vorzudringen. Um nicht mehr zu zerstören und um die eigentliche Schadenstelle genau zu definieren, war es leider nicht möglich gewesen, schwereres Gerät einzusetzen. Wie nahezu überall im Haus, hat es der ursprüngliche Besitzer auch in Sachen Mörtel sehr gut gemeint. Ich habe selten einen Handwerker so fluchen gehört wie an diesem Tag. Da wir nun auf keinem Fall an einer kompletten Bad-Sanierung umher kommen (das planen wir ja schon länger), freue mich schon auf den Moment wenn ich den Fliesen und alten Rohren zu Leibe rücken werde! Letztendlich stellte sich ein Stück Rohr, welches von der Wasserleitung in Richtung Badezimmer ging, als Übeltäter heraus. Nachdem dieses Stück freigelegt war und wieder Wasserdruck auf deiner Leitung anlag, entkam diesem Stück Metall ein kleiner aber steter Wasserstrahl. Dieses Teil wurde daraufhin ersetzt und ih konnte den Klempner wieder in die Freiheit entlassen.

Die Profis rücken an

Da sitze ich nun mit einer nassen und nun auch löchrigen Wand und jeder Menge Wasser im Keller. Es war also an der Zeit, die gute Frau von der Versicherung zu kontaktieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Am nächsten Tag kam dann also jemand von einem Bautrocknungs-Unternehmen, und guckte sich das ganze Spektakel an. Dieser diagnostizierte dann zusätzlich zur mir bekannten nassen Wand, noch so einige andere Stellen die ebenso nass waren. Gleichzeitig konnte er mich mit den Worten „Ach, da hamwa schon viel schlimmeres gerichtet“ zumindest ein wenig beruhigen.

Es stellte sich heraus, dass zwischen unserem Estrich im Schlafzimmer und dem eigentlichen Betonboden eine Dämmschicht aus Styropor verbaut wurde. Darauf angesprochen konnte ich mich sogar daran erinnern, diese beim Vermauern der Heizkörpernischen gefunden zu haben. In dieser Schicht hat sich das Wasser dann munter verteilt um an anderen Stellen wieder hinaufzusteigen.

Betroffen sind im nun also:

  • 2 Wände im Badezimmer
  • 3 Wände im Schlafzimmer
  • 2 Wände im Flur
  • 1 Wand im Keller
  • Kellerdecke

Der Kampf gegen den Wasserschaden

Prost Mahlzeit, mein erster Gedanke ging in Richtung Sprengung des Hauses und einem kompletten Neubau. Da de Versicherung hier wohl anderer Meinung gewesen wäre besprach ich mit dem Mann von der Bautrockungsfirma dann das weitere Vorgehen. Da das Thema Sprengung nun wohl nicht mehr zur Debatte stand, rückte am nächsten Tag ein mit Ventilatoren und Trocknungsgeräten ausgerüstetes Spezial-Einsatzkommando an, um dem Wasser den Kampf anzusagen.

Nun stehen in sämtlichen genannten Räumen Ventilatoren und Entfeuchtungsgeräte welche einen Höllenlärm und einen wahnsinnigen Stromverbrauch erzeugen. Da der Strom von der Versicherung übernommen wird ist das jetzt nicht ganz so tragisch, zerstört aber meinen dank Smarthome liebevoll niedrig gehaltenen Stromzählerstand. Diese Gerätschaften laufen nun für die nächsten Wochen beinahe 24 Stunden am Tag. Lediglich die Geräte im Schlafzimmer schalten wir nachts aus. Da der Lärm in etwa dem eines Staubsaugers entspricht, wäre ansonsten nicht an Schlaf zu denken.

Rohrbruch Wasserschaden Trocknung

Neben der Lärmbelästigung musste in Flur und Schlafzimmer an den betroffenen Wänden auch sämtliche Tapeten und Fußleisten weichen. Nachdem die Trocknung abgeschlossen ist, geht es wohl neben der Bad-Sanierung auch mit meiner Anti-Lieblingsbeschäftigung, dem Tapezieren, weiter! So ein Rohrbruch ist wirklich unangenehm!

Rohrbruch Estrich Trocken legen

Zweimal täglich darf ich nun die Entfeuchtungsgeräte ausleeren. Man fühlt sich hierbei ein wenig wie der junge Luke Skywalker welcher als Feuchtfarmer auf dem Planeten Tatooine täglich die Feuchtigkeitsvaporatoren gewartet hat.

to be continued…

4 Kommentare
  1. Oha, mein Beileid! Da ist einiges an Arbeit „den Bach runtergelaufen“… Aber das gibt einem ja auch die Chance, wieder ein paar Dinge anzupacken (siehe Bad) und wir profitieren davon, weil du natürlich damit viel neues Material für deinen tollen Blog hast 😉

  2. Servus,

    Ja einen Wasserrohrbruch wünscht man wirklich niemandem!
    Falls es dich beruhigt: Wir hatten vor einigen Wochen auch einen Wasserrohrbruch und am 06.01. (Feiertag in meinem Bundesland) einen eingefrorenen Durchlauferhitzer…

    Beste Grüße
    Jens

  3. Oh je, so ein Rohrbruch ist echt kein Spaß! Ich hoffe immer noch, dass wir davon verschont werden. Mein Nachbar hatte gerade einen Rohrbruch, als er nichtsahnend aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Sitzt ihr mittlerweile schön im Trockenen und habt alle Schäden beseitigen können?

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