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Qualitativ hochwertiges Werkzeug erkennen

Ein Werkzeugkasten gehört meiner Meinung nach zur Grundausstattung jedes Hobby-Handwerkers, eigentlich gehört dieser sogar in jeden Haushalt. Wer schon einmal in einem Baumarkt war, hat sicherlich schnell festgestellt, das Werkzeug nicht gleich Werkzeug ist – es gibt große Unterschiede beim Material, der Qualität und selbstverständlich beim Preis. Ich bin regelmäßig auf der Suche nach neuen Gerätschaften, um mich auszutoben und bemerke immer wieder, wie groß die Preisunterschiede sein können. Ich rate wirklich dazu, nicht den billigsten Hammer oder die preiswerteste Säge zu kaufen, wenn langfristig damit gearbeitet soll. Außerdem sind bei Billigmodellen die Gefahren viel größer, sich zu verletzen. Worauf muss man also beim Kauf qualitativ hochwertiger Werkzeuge achten?

Werkzeug zu Weihnachten

Quelle: // pexels.com

Merkmal 1: Kennzeichnungen und Angaben

Wenn ich ein neues Werkzeug kaufe, achte ich immer auf bestimmte Kennzeichnungen oder Herstellerangaben, die mir eine gute Qualität garantieren. An sich gibt es sehr viele, von denen ich bei der Hälfte selbst nicht weiß, was sie bedeuten. Bei manchen kann ich aber sicher sein, dass sie mir die notwendigen Informationen für meinen Einkauf geben. Das sind für mich die wichtigsten Qualitätsmerkmale:

DIN-Norm

Das Arbeitsmittel ist genormt und der Hersteller garantiert dafür, dass alle geforderten Normen eingehalten werden.

GS – geprüfte Sicherheit

Das Werkzeug wurde nicht nur hochwertig verarbeitet, sondern hat außerdem die durchgeführte Baumusterprüfung erfolgreich bestanden – es ist also sicherheitsgeprüft. Dies übernimmt meistens der TÜV. Dadurch weiß ich, dass ich mit dem Kauf eigentlich nichts verkehrt machen kann.

VDE-Prüfzeichen

Befindet sich auf dem Werkzeug das VDE-Prüfzeichen, weiß ich genau, dass es als sicher eingestuft wurde. Es befindet sich unter anderem auf elektrotechnischen Geräten.

Herstellermarke

Wenn Hersteller ihr eigenes Produkt mit ihrem Siegel bzw. Logo versehen, dann übernehmen sie die Verantwortung dafür, dass es den geforderten Qualitätsanforderungen entspricht. Ich finde es sehr wichtig, dass Unternehmen hinter ihren Angeboten stehen.

„Deutsches Werkzeug“

Es sagt aus, dass die qualitätsbegründeten Produktionsschritte in Deutschland stattgefunden haben und es sich deswegen „Made in Germany“ nennen darf. Ich bin sowieso der Meinung, dass wir alle weniger Zeug aus dem Ausland kaufen sollten, wo wir nicht wissen, wie sie verarbeitet wurden und ob sie wirklich die Qualität liefern, die sie versprechen. Durch diese Kennzeichnung weiß ich genau, dass die erforderlichen Qualitätsprüfungen bestanden wurden und ich ein gutes Produkt in der Hand habe.

Merkmal 2: Ergonomie

Ein Werkzeug sieht nicht nur gut aus, es liegt ebenso gut in der Hand. Deshalb empfehle ich immer, entweder das Arbeitsgerät vor dem Kauf in die Hand zu nehmen oder im Internet auf Hinweise zur Ergonomie (hier gesehen) zu achten. Ich mache das jedenfalls immer so. Wenn ich dann schon merke, dass es sich nicht richtig anfühlt, kaufe ich es nicht. Sonst bekomme ich nämlich nur Blasen oder Schwielen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Überbeanspruchung der Sehnen oder Nerven kommen und damit zu Schmerzen. Das Risiko will ich nicht eingehen. Daher achte ich auf Folgendes:

  • Formgebung
  • Oberflächenbeschaffenheit

Ich erkläre das mal an einem Beispiel: Bei einem Hammer bevorzuge ich beispielsweise einen Stiel aus Holz. Er fühlt sich einfach besser an, außerdem geht er nicht so schnell kaputt. Warum nicht aus Metall? Ganz einfach: er ist viel schwerer und außerdem heizt er sich sehr schnell auf. Bei Arbeiten in der prallen Sonne ist er absolut ungeeignet. Bei einem Schraubendreher (oder Schraubenzieher) finde ich hingegen einen Griff mit Gummiüberzug richtig gut. Damit vermeide ich Blasen an den Händen und habe außerdem einen viel stabileren Griff.

Merkmal 3: Gute Pflege

Eigentlich ist das kein wirkliches Merkmal, sondern eher ein Tipp von mir. Bei guter Pflege wird die Lebensdauer von Werkzeugen erhöht.

  • Regelmäßige Überprüfung des Zustands, um Schäden am eigenen Körper zu vermeiden.
  • Treten Mängel auf, muss das Werkzeug entweder repariert oder ersetzt werden.
  • Auf sachgemäße Handhabung achten!

Bildquellen

  • Werkzeug zu Weihnachten: // pexels.com
3 Kommentare
  1. Das sind sehr interessante und nützliche Tipps! Vielen Dank dafür! 🙂 Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

  2. Vielen Dank für die Erfahrungen, die du mit uns teilst. Ich hoffe, ich kann etwas zurückgeben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von von mehreren Faktoren abhängt, ob man hochqualitatives Werkzeug kaufen sollte. Habe man wenig Geld, aber viel Zeit, arbeitet man eher mit einem einfachen Werkzeug. Wenn jede zusätzliche Stunde zählt, nimmt man besser hochwertiges Werkzeug.

    Auch wenn ich neugierig bin und etwas Neues ausprobieren möchte, kaufe ich mir eher ein preisgünstiges Werkzeug und prüfe, ob das etwas für mich ist. Dann kaufe ich eventuell zweimal, aber ich laufe nicht Gefahr ein teures Werkzeug zu kaufen, was ich irgendwann nicht verwenden werde.

  3. Es kommt immer darauf an, wofür das Werkzeug benötigt wird. Aus langjähriger Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass man bei regelmäßiger täglicher Nutzung als Handwerker keinesfalls an der Qualität sparen sollte. Wir vertrauen meist den Herstellern, die wir bereits seit Jahren im Einsatz haben. Wie hier sehr gut beschrieben ist auch die Funktionskontrolle sehr wichtig. Im Zweifel sollte schadhaftes Werkzeug keinesfalls mehr benutzt werden, z.B. Sägeblätter rechtzeitig wechseln. Tipp: Werkzeugsets sind in der Regel deutlich günstiger als ein Einzelkauf.

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