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Probegrabung an der Kellerwand

Wie bereits erwähnt ist mein nächstes größeres Projekt die Trockenlegung und Sanierung unserer Kelleraußenwand. Gestern habe ich die Gunst der Stunde genutzt und in den regenfreien Abendstunden die erste Probegrabung durchgeführt. Somit habe ich die Chance im Vorfeld überhaupt erst einmal einzusehen was mich im Bereich unterhalb der Erdoberfläche erwartet.

Graben wird zur Schwerstarbeit

Dass der Boden hier steinig ist wurde mir im Vorfeld schon mehr als einmal von den Nachbarn mitgeteilt, das ich für ein 50 Zentimeter langes und weniger als einen Meter tiefes Loch allerdings 1,5 Stunden brauche hätte ich nicht gedacht. Das Erdreich ist von großen Bruchsteinen die im lehmigen Boden festkleben förmlich verseucht. Die Steine überhaupt erst einmal zu lösen ist ein Kraftakt. Zu den Steinen gesellte sich noch jede Menge Müll welcher damals anscheinend kostengünstig in der Baugrube entsorgt wurde. Neben leeren Silikonkatuschen, diversen Folien und Holzresten fand ich auf dem kleinen Stuck drei unterschiedliche Bierflaschen und jede Menge Kleinkram. Ein Archäologe hätte hier seine wahre Freude gehabt.

Kellerwandsanierung-Probegrabung-1

Hier sieht man die lehmigen und nassen Bodenverhältnisse

Erste Erkenntnisse

Den lehmigen Boden konnte ich bereits als einen der Gründe für die feuchte Kellerwand identifizieren, der Boden ist hier wirklich triefend nass und steht direkt an der Wand an. Was damals als Bitumen Anstrich verwendet wurde hat meiner Meinung nach heute maximal den Wert eines Voranstrichs. Die bestehende Bitumen Dickschicht ist keinen Millimeter dich und durchweg von Beschädigungen überseht. Kein Wunder das das Wasser aus dem lehmigen Erdreich in die Kellerwand eindringt.

Kellerwandsanierung-Probegrabung-2

Stellenweise fehlt die Bitumenabdichtung oder der Putz wurde vom Bauschutt in der Grube beschädigt.

Auf das erstellen einer Hohlkehle wurde an den Übergängen von Kellersohle zur Kellerwand gänzlich verzichtet. Hierfür hätten sich die gefundenen Bierflaschen doch förmlich angeboten! Auch zur an der Kellerwand anliegenden seitlichen Betonwand des Kellereingangs gibt es keinerlei nennenswerte Abdichtungen. Da dies allerdings die tiefste Stelle ist, sammelt sich genau hier das Wasser drückt sich zwischen Kellerwand und Betonseitenwand. Im inneren des Kellers ist diese Stelle besonders naß!

Hier erkennt man wie das Wasser stetig aus dem Mauerverbund nachrinnt.

Hier erkennt man wie das Wasser stetig aus dem Mauerverbund nachrinnt.

Ein Highlight war ein Stück Holz welches nun seit 41 Jahren in der Baugrube liegt. Dies wurde von dem Nassen Lehm so konserviert das lediglich eine etwa 1 Millimeter dicke Schicht angegriffen war. Der Rest ist nach wie vor Hart wie ein neues Stück!

Die Probegrabung hat mir nun im Vorfeld gezeigt welche gravierenden Mängel mich erwarten und ich kann mir Gedanken machen wie ich diese am effektivsten abstellen kann.

 

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