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Kaminholzunterstand Teil 7 – integrierte Mülltonnenbox

Wie im ersten Teil der Serie zum Bau meines Kaminholzunterstands bereits erwähnt, soll der Holzunterstand am Ende ein L-Form haben deren kurzer Schenkel, bündig mit der Garage abschließt und einen unsichtbaren Platz für unsere Mülltonnen bietet. Denn wenn wir ehrlich sind, hat wohl niemand Lust jedes mal wenn er das Haus verlässt an den optisch wenig ansprechenden Mülltonnen vorbei zu laufen. Ursprünglich sah meine Planung lediglich eine Mülltonnenbox vor welche kurz oberhalb der Mülltonnen bereits zu ende ist. Quasi eine Mülltonnenverkleidung. Durch die Örtlichen Gegebenheiten bot es sich hier allerdings an dies in den Kaminholzunterstand zu integrieren und so eine geschlossene Optik zu erzeugen.

Mülltonnenbox Schiebetür

Ob Mülltonnenbox hier noch der richte Begriff ist wage ich zu bezweifeln, trotzdem sollte jeder direkt erkennen das es darum geht die Mülltonnen optisch schöner, im besten Fall unsichtbar, zu gestalten.

Bau der Mülltonnenbox

Da die Mülltonnenbox optisch zusammen mit dem eigentlichen Brennholzunterstand eine Einheit bilden soll, habe ich zuerst, wie bereits beim Aufbau des Unterstands, die notwendigen Balken zurecht gesägt und an der Rückwand der Garage verankert. Hier kamen erneut Schwerlastanker zum Einsatz.

Da sich das Mülltonnenversteck zusammen mit dem Unterstand das Dach teilen soll, war die Höhe bereits vorgegeben. Grundgestell der MülltonnenboxLediglich das Gefälle habe ich ein wenig geringer gewählt um die Optik durch die später zu montierenden Abschlußblenden nicht zu zerstören. Durch die Abschlußblende wird das Gefälle des Tonnenverstecks optisch ein wenig kaschiert.

Nachdem die Balken auf der Rückseite angebracht waren, habe ich einen weiteren Holzbalken als einzigen freistehenden Träger mit einem U-Pfostenträger versehen und an entsprechender Stelle im Boden verankert.

Nun konnten sämtliche Querbalken verschraubt werden und das ganze Konstrukt erhielt ein wenig Stabilität. Auf dem Bild kann man denke ich schon relativ gut erkennen wohin die Reise gehen soll.

In die Mülltonnenbox passen bequem 3 Tonnen hinein, sollte irgendwann einmal die Wertstofftonne kommen sollte für diese ebenfalls noch ausreichend Platz vorhanden sein. Aktuell lässt sich jede Tonne aus der aktuellen Position ohne ein rangieren der anderen Tonnen durch die Türöffnung bewegen.

Ein Dach für die Mülltonnenbox

Genau wie beim Dach für den Kaminholzunterstand erhielt das Dach der Mülltonnenbox drei Sparren auf welchen ich ebenfalls Schalbretter befestigt habe. Diesmal habe ich anstatt zu Spax-Schrauben auf Nägel zurückgegriffen. Das ging letztendlich viel schneller als das verschrauben. An der Stelle wo Dach des Unterstands mit dem Dach der Mülltonnenbox zusammentrifft musste ich 3 Reihen der bereits montierten Schalbretter kürzen. Somit besteht zwischen beiden Dächern kein Höhenunterschied und das Regenwasser kann ohne Probleme von einem zum anderen Dach laufen und in der Dachrinne verschwinden. Bevor die Dachpappe aufgenagelt wurde habe ich auch hier eine Reihe Dachlatten auf das Dach geschraubt um das herabtropfen von Wasser zu verhindern.

Die Dachpappe wurde auf dem altbekannten Weg mittels Bitumenanstrich und Pappnägeln befestigt.

Verkleidung der Mülltonnenbox

Um ein optisch stimmiges Gesamtbild zu erreichen habe ich auch hier die Seite mit Profilholz verkleidet, wieder mittels Edelstahlschrauben und Nägeln. Da es hier nur eine schmale Seite von 1,30 Meter Länge zu verkleiden gab war dies schnell erledigt und ich konnte mich um die Tür kümmern und hier einen ersten Prototypen bauen um zu validieren ob das von mir gedachte System wohl funktioniert.

Seitliche Verkleidung der Mülltonnenbox

Schiebetür

Die Tür welche über die komplette Front der Mülltonnenbox Zugang zu den Mülltonnen gewähren wird soll eine Schiebetür werden! Da ich es vermeiden möchte jedes mal aufpassen zu müssen das kein Holz oder Unkraut auf dem Boden die Laufschiene versperrt habe ich mich dazu entschieden die gesamte Konstruktion der Schiebetür hängend zu realisieren. Als Laufschiene dient hier ein dicker Holzbalken in welchen ich mit der Bosch POF 1400 Oberfräse eine Nut eingefräst habe. In dieser Nut läuft die Schiebetür auf Rollen von Inline Skates gelagert.

Aus einem Holzbalken und etwas 22 Millimeter Multiplex welches vom Bau des Werktisches übrig geblieben ist habe ich eine stabile Führung gebaut an welche nach etwas Nacharbeit die endgültige Schiebetür  gebaut werden kann. Sollte die Tür später schwer zu bewegen sein plane ich hier im inneren mit einem Gegengewicht arbeiten.

In der folgenden Galerie ist der erste Testlauf der Schiebetür-Aufhängung zu sehen. Nachdem alles soweit funktionierte wie ich es mir vorgestellt habe, wurde alles einmal wieder demontiert und mit geringeren Spaltmaßen wieder zusammengebaut.

Aufbau der Schiebetür

Um die Schiebetür so leicht wie möglich zu halten, entschied ich mich gegen eine massive Rahmenbauweise sondern verwendete ein paar der übrig gebliebenen Schalbretter von der Dacheindeckung. Stabilität erhält die Tür zum einen durch die Verkleidung mit Profilholz und zum anderen durch eine mittels Pocket Holes befestigte Diagonalstrebe. Nun ging es daran die Tür zu verkleiden um eben dieser auch einen Sinn zu geben.

Um die fertige Schiebetür in Position zu halten und ein schlagen bei Wind zu verhindern habe ich noch eine weitere Rollerblade Rolle montiert von welcher die Tür Seitlich geführt wird. Später, sobald die Ecken sauber verblendet sind, wird diese nicht mehr sichtbar sein. Sollte die Rolle auffälligere Riefen im Profilholz hinterlassen, wird diese Stelle nachträglich mit einer dünnen Metalleiste verdeckt.

Die fertige Schiebetür

Die Schiebetür ist fürs erste fertig, mit den abschließenden Detailarbeiten wird die Tür noch eine Verkleidung der Ecken sowie einen Türgriff erhalten.

 

 

Weitere Artikel der Serie

  1. Kaminholzunterstand Teil 8 - Feinschliff und Farbe
  2. Kaminholzunterstand Teil 7 - integrierte Mülltonnenbox
  3. Kaminholzunterstand Teil 6 - Die Wände aus Profilholz
  4. Kaminholzunterstand Teil 5 - Der Boden
  5. Kaminholzunterstand Teil 4 - Das Dach
  6. Kaminholzunterstand Teil 3 - Der Aufbau
  7. Kaminholzunterstand Teil 2 - Bau der Elemente
  8. Kaminholzunterstand Teil 1 - Die Planung
15 Kommentare
  1. Wow… Also mein Brennholz wohnt vor seinem Ableben nicht so luxeriös 🙂

    Ich hätte aber gedacht, dass so ein Holzunterstand Schlitze haben sollte, damit Luft durchziehen kann, und somit das Holz trocknet, bzw feuchtes Holz nicht zu schimmeln beginnt. Es sei denn, du lagerst nur trockenes Holz…

    Aber Fachmann bin ich da jetzt auch keiner.

    • Da der Holzunterstand direkt an der Haustür steht, soll es wenigstens vernünftig aussehen 😉

      Das mit den Schlitzen damit die Luft durchziehen kann lese ich ebenfalls immer wieder, allerdings habe ich in den 20 Jahren im Elternhaus nie einen Nachteil an der geschlossenen Variante festgestellt. Allein die offene Tür sollte doch eigentlich für ausreichend Luftaustausch ausreichen.

      Ich werde das aber auf jedem Fall beobachten und mir im Notfall noch irgendetwas einfallen lassen.

  2. Super Lösung! Auf die Nut im Oberbalken wäre ich nicht gekommen. Man denkt halt oft zu kompliziert…
    Sind Deine Kinder sauer, dass sie jetzt nicht mehr skaten können?

    • Diese Ambitionen hat mein Sohn mit vier Jahren zum Glück noch nicht 🙂 Die Rollen hab ich aber trotzdem extra dafür gekauft. Ich will mir ja nichts nachsagen lassen 🙂

      Die Nut im Balken lag einfach auf der Hand, keep it simple!

  3. Brennholz? Man kann es auch übertreiben!

    • Wenn dann richtig oder?

      • hmm, wenn dann richtig? und dann nutzt du noch Kreuzschrauben??? so einige Schraubenköpfe sehen nicht mehr so gut aus…

        • Hi Stan, sollte ich sämtliche Kreuzschrauben die ich noch habe wegwerfen? In meinen Augen macht es Sinn erstmal das zu verbauen was man noch hat bevor man sich sinnlos mit Torx eindeckt 🙂

          Jepps, einige Schraubenköfe sehen wirklich nicht so gut aus, das sind die Edelstahlschrauben welche ich zum Justieren verwende und mehrmals rein und rausdrehen musste. Damit kann ich aber ganz gut leben.

  4. Der Unterstand sieht ja mal richtig cool aus und die selbstgemachte Schiebetüre finde ich besonders gelungen. Auf die Idee mit den Skaterrollen wäre ich nicht gekommen.

  5. Wow, das hat aber echt Mühe gemacht, mit den Rollen etc., hätte ich so sicher nicht hinbekommen. Aber jetzt haste sicher eine der schönsten und exklusivsten Mülltonnenbox, und vor allem nicht gekauft sondern selbst hergestellt, Kompliment dazu

  6. Bin gerade auf der Suche nach innovativen Selbstbauten gewesen – ich muss sagen du hast eine der besten Teile hergestellt, die ich gefunden habe! Meinen vollen Respekt! Ich weiß wovon ich rede, ich habe vor einem dreiviertel Jahr versucht eine Mülltonnenbox aus Holz zu bauen. Das hat mir schon schlaflose Nächte beschert 😉 Weiter so – sieht super aus!

  7. Das nenne ich mal ein Bauwerk 🙂
    Vor allem die Integration der Mülltonnen mit der Schiebetür ist ja klasse.
    Leider bin ich handwerklich nicht so geschickt um mir so etwas auszudenken.
    Hut ab und weiter so.

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