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Werkstattumbau

Mein neues Holzregal in der Werkstatt

Wie bereits vor einigen Wochen erwähnt, bin ich damit angefangen die ersten Arbeiten für meinen Werkstattumbau vorzunehmen. Nachdem die Wand an der Stelle, an welcher mein Holzregal zukünftig seinen Platz finden wird, gestrichen war, konnte ich damit beginnen, dem Metallkonstrukt meines alten Regals einen neuen Anstrich zu verpassen und die Wand in eine für meine Bedürfnisse perfekte Lagerstätte für Holz zu verwandeln.

Metallregal in der Werkstatt

Der Holzregal Masterplan

Da mein altes Regal ein wahrer Staubfänger war, verzichte ich bei dieser Version zukünftig auf klassische Regalböden. Das hat darüber hinaus den Vorteil das ich nur noch Holz mit einer Mindestlänge von 50 Zentimeter in dem Regal aufbewahren kann und ich gezwungen bin, mich von einem Großteil der Holzreste zu trennen. Jeder Heimwerker kennt es, man bewahrt jeden noch so kleinen Holzabschnitt auf weil man ihn ja irgendwann noch einmal gebrauchen könnte!

Lediglich ein Fach im Holzregal wird einen Boden erhalten und somit die Möglichkeit bieten auch ein wenig Kleinholz aufzubewahren. So habe ich weiterhin eine Aufbewahrungsmöglichkeit für kleinere Hartholz-Reste. Fichte und Co landen dann rigoros als Kaminholz im Kaminholzunterstand. Als Brennholz im Kaminofen ist der Großteil meiner gesammelten Werke mehr wert als in der Werkstatt.

Das Metallregal abschleifen

Da ich den Metallrahmen des alten Regals gerne weiterverwenden wollte, musste ich als erstes die unschöne alte rotbraune Lackierung entfernen. Hier kam mein Skil Tornado Multi Stripper mit einer speziellen Schleifscheibe zur Lack- und Rostentfernung, ein so genannter Negerkeks, zum Einsatz. Dies war übrigens der erste Einsatz des Skil Tornados, ein ausführlicher Testbericht folgt in Kürze.

Metallrahmen abschleifen

Nachdem Strebe für Strebe abgeschliffen war, stand eine Komplett-Reinigung des Werktisches an, es ist wirklich irre wie viel Dreck so ein bisschen Lack machen kann!

Regalrahmen grundieren

Nachdem die Werkbank gesäubert war, konnte ich gleich damit loslegen das blanke Metall zu grundieren. Beim Grundieren von frisch abgeschliffenem Metall ist es wichtig das Material im Vorfeld mit einem in Verdünnung getränktem Lappen zu reinigen. Durch die Verdünnung lösen sich Staubreste sowie fettigeFingerabdrücke welche beim hantieren mit dem Gestell automatisch entstehen.

Die Grundierung hält auf einem sauberen Untergrund um ein vielfaches besser. Zum Einsatz kam bei mir eine einfache Metallgrundierung aus dem Baumarkt. Da ich in meinem Keller nicht mit Sintflutartigen Regenfällen konfrontiert werde sollte das definitiv ausreichen. Zum Aufbringen der Grundierung kam eine einfache Schaumstoffrolle zum Einsatz.

Regalrahmen lackieren

Sobald die Grundierung trocken und ausgehärtet ist, konnte ich mich an die Vorbereitungen für die eigentliche Lackierung machen. Als erstes habe ich die Grundierung mit feinem Sandpapier grob angeschliffen um eine ebene Oberfläche zu erhalten. Wie schon beim auftragen der Grundierung habe ich dann auch hier wieder mit einem in Verdünnung getränktem Lappen sämtliche Verschmutzungen von der Oberfläche entfernt.

Metall lackieren

Nun konnte der eigentliche Lackiervorgang starten. Auch wenn sich lackieren immer wieder spektakulär anhört, unterscheidet sich die Arbeit nicht vom Auftragen der Grundierung. Wieder kam eine Rolle, mit welcher ich den grauen Lack aufgetragen habe, zum Einsatz. Kleinere Ecken habe ich mit einem feinen Pinsel nachbearbeitet.

Nachdem endlich alles lackiert war, habe ich alles zwei Wochen liegen gelassen. Nicht weil die Herstellerangaben auf der Lackdose dies verlangen würden sondern weil ich mich in meinen wohlverdienten Sommerurlaub aufgemacht habe.

Das ganze dann nochmal

Da die beiden Metallkonstrukte für ein Lager-Regal ohne Boden nicht sonderlich viel taugen, habe ich sämtliche Schritte noch einmal wiederholt und drei weitere Regalträger mit frischer Farbe versehen.

Verschrauben

Nun konnte das Holzregal in Spe endlich an der Kellerwand fest verschraubt werden. Hierfür habe ich mit meinem Bosch PBH 2100 Bohrhammer schnell drei Löcher an der entsprechenden Position in die Wandgebohrt, diese mit Dübeln versehen und das Regal dann mit ordentlichen Schrauben an der Wand verankert. Hier bewegt sich nichts mehr!

Holzregal verschrauben

Den Abstand zwischen den beiden Großen Elementen habe ich bewusst auf 80 Zentimeter gesetzt. So kann ich hier im Bedarfsfall rechteckige Mörtelkübel wie ich sie beim Bau meines Pflanzkübels verwendet habe einhängen und kleinere Holzstücke darin aufbewahren.

Metallregal in der Werkstatt

Gummi-Auflagen montieren

Da ich mich selber recht gut kenne, ist mir schon klar das hier in spätestens zwei Wochen alles kreuz und quer im Regal liegt. Daher habe ich mich spontan dazu entschlossen ein paar Gummistreifen aus einer alten Rolle Horizontalabdichtung zu schneiden und diese mittels Sprühkleber auf der Oberseite der Regalträger zu befestigen. Dadurch ist erstens die Rutschgefahr reduziert und zweitens gibt es keine Abdrücke im gelagerten Holz.

Metallregal Gummiauflage

Holzlager einräumen

Nun war es endlich so weit, ich konnte mein Holz wieder einräumen und habe nun sogar ein wenig Platz in der Werkstatt! Mit dem Ende dieses Projekts ist meine Werkstatt wieder ein Stück ordentlicher! Jetzt sind es nur noch drei Wände, ein Fußboden, eine Decke und diverse Werkstattmöbel die es zu überarbeiten gilt! Der Winter ist verplant!

Metallregal in der Werkstatt

 

2 Kommentare
  1. Mensch, das sieht richtig gut aus! Aber vor allem auch klasse erklärt! Besten Dank!

  2. Das mit dem Holzregal ist eine gute Idee! Bis jetzt standen bei mir alle Holzreste in einer einer Ecke und haben unglaublich viel Platz verbraucht.
    Ist überhaupt ein toller Blog hier, alles genauestens erläutert und bebildert. Mach weiter so!

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