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Kellerwand streichen – Für mein neues Holzregal

Die meisten Heimwerker kennen das Problem, man kauft im Baumarkt zu viel Holz der man gelangt unerwartet an ein paar Bretter von Nachbarn oder Freunden. Das Holz bleibt dann so lange in der Ecke liegen bis man dafür Verwendung hat. Bislang habe ich ein altes Regal, welches wir vom Vorbesitzer unseres Hauses übernommen, in meiner Werkstatt als Holzlager verwendet.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ist dies einfach nur hässlich. In diesem Artikel beschreibe ich wie ich das alte Regal demontiert habe und der kompletten Wand meiner Werkstatt zu neuem Glanz verholfen habe.

Ein neues Holzregal für die Werkstatt

Mit dem Regal, beziehungsweise der Seite meiner Werkstatt, gab es gleich mehrere Probleme, zum einen ist die Wand weder gestrichen noch sonst wie behandelt. Der blanke Putz an der Wand ist ein reiner Staubmagnet, durch die offenporige Struktur bleibt wirklich alles an der Wand kleben. Zum anderen sorgen unbehandelte verputzte Wände dafür das nach und nach grauer Staub aus ihnen heraus rieselt. Beim Versuch eine Werkstatt ansatzweise sauber zu halte ist das meist kontraproduktiv.

Das alte Holzregal

Die verwendeten Regalbretter stammen ebenfalls noch vom Vorbesitzer und bestehen aus unbehandelten sägerauen Fichtenbrettern und sind mittlerweile bestimmt auch schon einige Jahrzehnte im Einsatz. Stellenweise hat sich in ihnen sogar der Holzwurm eingenistet. Durch die sägeraue Struktur sind diese Bretter ebenfalls ein perfekter Staub- und Dreckmagnet.

Wenn ich schon einmal dabei bin das Holzregal zu überarbeiten, nutze ich selbstverständlich gleich die Chance und verpasse den, aus Eisen geschweissten, Regalträgern einen dekorativen Neuanstrich. Rostbraun gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsfarben!

Die Demontage des alten Regals

Als erstes musste ich sämtliches Holz welches ich angesammelt habe aus dem Regal räumen, als Zwischenlösung landeten die Bretter und Leisten unter meinem Werktisch. Da ich hier noch einen Stauraum geschaffen habe, ist dort genügend Platz zur Zwischenlagerung ohne das mir das Material im Weg rum liegt. Beim ausräumen war ich dann auch nicht zimperlich und habe viele Bretter und andere Dinge die sich dort angesammelt haben entsorgt. Holz welches ich nicht mehr benötigte landete beim Brennholz und andere Dinge in der Mülltonne.

Die alten Regalbretter

Wie bereits erwähnt waren die alten Bretter welche als Regalböden fungierten stellenweise vom Holzwurm befallen und total verstaubt. Daher konnte ich hier mit roher Gewalt vorgehen da diese ihr nahes Ende im Winter so oder so im Kaminofen finden werden. Nachdem die Böden entfernt waren, habe ich diese auf der Tischkreissäge in handliche 25 Zentimeter lange Stücke verwandelt. So passen sie erstens besser in den Kaminofen und zweitens komme ich dann nicht mehr auf die Idee diese noch irgendwo zu verwenden! Zum zersägen der Bretter habe ich im übrigen ein altes Sägeblatt verwendet, durch Staub und andere Verunreinigungen ist ein Sägeblatt schnell stumpf!

Nun konnte ich den Metallrahmen des Regals der an der Wand fest verschraubt war entfernen und erst einmal zur Seite legen. Um den Rahmen kümmere ich mich wenn die Wand dahinter fertig ist!

Verputzte Kellerwand in neuem Glanz

Nun war die Wand frei zugänglich und ich konnte damit beginnen diese zu überarbeiten. Der erste Schritt war es Spinnweben und Staub zu entfernen. Hierfür habe ich meinen Kärcher Werkstattsauger mit der Bodendüse bestückt und bin zur Tat geschritten. Um die Wand wirklich sauber zu bekommen habe ich mir hier rund 30 Minuten Zeit genommen.

Bohrlöcher verschließen

Da die Wand in Zukunft in freundlichem Weiss erstrahlen soll, habe ich die Gelegenheit genutzt um sämtliche vorhandenen Bohrlöcher aus den vergangenen 40 Jahren mit ein Wenig Gips zu verschließen. Normalerweise würde ich Keller nichtunbedingt Gips verwenden, da der Raum allerdings trockener als Trocken ist, sehe ich hier bei der Verwendung von Gips kein Problem. Wäre die Wand eine Außenwand hätte ich trotzdem eher auf Zement gesetzt. Bei der Innenwand sollte Gips vollkommen ausreichend sein.

Bohrlöcher verspachtelt

 

Nachdem der Gips in den Bohrlöchern verschmiert und ein wenig angetrocknet war, habe ich ihn mit einem alten Lappen abgerieben, dadurch bekommt er eine ähnliche Struktur wie der Rest der Wand.

Verputzte Wand grundieren

Um das Material der Wand zu binden und dafür zu Sorgen dass die neue Farbe nicht restlos vom Putz aufgesaugt wird, habe ich die rohe Wand im Vorfeld mit Tiefengrund behandelt. Nach den ersten Pinselstrichen mit der Grundierung habe ich dann allerdings sehr schnell festgestellt das die Wand äußerst durstig ist. Der Tiefengrund verschwand binnen weniger Sekunden tief im inneren der Putzschicht.

Nun kam ein billiger Drucksprüher zum Einsatz, ,mit einem Drucksprüher lässt sich Tiefengrund in weitaus höherer Geschwindigkeit und größeren Mengen auf die Wand bringen.

Die Kellerwand streichen

Nachdem die Grundierung rund 24 Stunden einziehen und trocknen konnte, durfte ich mit dem Kellerwand streichen. Glücklicherweise hatte ich noch einen halben Eimer Silikatfarbe im Keller herumstehen. Wieder ein paar Euro gespart!  Im Keller ist es wichtig Silikat- und keine Dispersionsfarbe zu verwenden. Da Dispersionsfarbe wirklich abdichtet, nimmt man der Wand die Möglichkeit Feuchtigkeit aufzunehmen. Silikatfarbe ist zwar teurer als Dispersionsfarbe, bei später auftretenden Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel spart man sich allerdings die Putzfräse!

Kellerwand streichen

Ursprünglich wollte ich die Farbe mit meinem Bosch PFS 5000 E Farbspühsystem aufbringen, durch den mineralischen Anteil in der Silikatfarbe macht dies allerdings wenig Sinn. Hier verstopfen die Düsen und es gibt eine riesige Sauerei. Also war wieder einmal die Rolle gefragt. So ein paar Quadratmeter sind allerdings auch mit der Rolle schnell gestrichen!

Fertig mit den Wandvorbereitungen

In einem der nächsten Artikel geht es dann um die Aufbereitung des eigentlichen Regals und mein neues Aufbewahrungssystem für mein Holz

 

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