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Integration der Tischkreissäge in den Werktisch

Im Zuge des Baus meines Werktisches konnte ich nun mit der Integration meiner Einhell Tischkreissäge eine weitere geplante Baustelle abschliessen. Die Säge leistet angesichts ihres wirklich günstigen Preises zwar wirklich gute Dienste, doch ein paar Kritikpunkte sind mir mittlerweile aufgefallen. Diese sollen mit dem Einbau beziehungsweise dem Anbau der Tischkreissäge an den Werktisch behoben werden.

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Der gravierendste mir aufgefallene Mangel befindet sich nicht an der Säge selber sondern um Untergestell. Beim Zuschnitt von größeren Werkstücken gerät die Säge sehr schnell in kippen und versaut dadurch den Schnitt. Dies ist nicht nur ärgerlich sondern viel schlimmer auch äußerst gefährlich! Weitaus weniger gefährlich ist Problem Nummer zwei, die Staubabführung. Da ich nicht für jeden Schnitt den Staubsauger am Gerät anschliesse fallen viele Sägespäne durch das Gehäuse nach unten auf den Boden und verteilen sich nach und nach in der Werkstatt, hier muss eine bessere Staubfanganlage gebaut werden. Dre dritte Punkt den es zu beseitigen gibt ist nicht der Säge sondern mir zuzuschreiben. Die Höhen von Tischkreissäge und Werktisch sind schlicht und einfach nicht gleich!

Ursprünglich wollte ich die Säge direkt in die vorhandene Tischplatte integrieren, habe mich dann aber doch für ein eigenes Gestell entscheiden um die Säge bei sperrigen Werkstücken wie beispielsweise einer größeren Multiplexplatte, im Bedarfsfall anders positionieren zu können. Das neue Untergestell für die Einhell Tischkreissäge wird auf Rollen gebaut um den Transport innerhalb der Werkstatt zu vereinfachen.

Mehr als die oben genannten Punkte habe ich im Vorfeld nicht geplant und mal wieder einfach drauf los gebaut. Beim Holzhändler meines Vertrauens habe ich für schmales Geld gehobelte 38×38 mm Fichtenholz-Konstruktionshölzer erstanden und daraus den Rahmen des Kreissägentisches gefertigt. Um Geld zu sparen entschied ich mich gegen massive Seitenteile und kaufte im Baumarkt ein Paket des billigsten Laminats welches ich finden konnte, daraus sollten die Füllungen der Seitenteile entstehen.

Bau des Rahmens

Als erstes ging es an den Bau des Rahmens, hierfür sägte ich die Konstruktionshölzer auf Gehrung zu und versah diese am bereits im Werktisch integrierten Frästisch mit 6 Millimeter breiten Nuten in welchen später das Laminat eingelassen wird. Danach habe ich die Teile entsprechend verleimt und mit Schraubzwingen und Spanngurten in Form gebracht. Nach diesem Prinzip entstand nach und nach das Gerüst des Tisches welcher eigentlich ein Wagen ist.

Laminat zuschneiden

Nachdem das Grundgerüst in einem soweit fortgeschrittenen Stadium war das die ersten Seitenwände mit Laminat ausgefüllt werden konnten schnitt ich die ersten „Bretter“ zu. Als erstes entfernte ich die Nut und Feder an einer Seite um innerhalb der Nuten im Rahmen eine formschlüssige Verbindung zu erhalten. Beim zusammen clicken des Laminats merkte ich recht schnell warum das Laminat nur rund 2 Euro pro Quadratmeter kostet. Eine plane Oberfläche war Glückssache aber irgendwann hatte ich den Trick raus. Die so entstandenen „Bretter“ schob ich nun von oben in die zuvor mit Leim bestrichenen Nuten. Ob der Leim wirklich nötig ist kann ich nicht sagen, aber irgendwie fand ich es so besser.

Kreissäge einbauen

Nun wurde es Zeit die Tischkreissäge vom unpraktischen Tisch zu befreien und erstmal provisorisch in den entstandenen Tisch zu verfrachten. So konnte ich direkt sehen wie es mit dem Bau weitergehen soll. Für die Tischoberfläche hatte ich ursprünglich geplant 22mm Multiplex zu verwenden mich aber kurzfristig umentschieden und die originalen Tischverbreiterungen zu montieren. die auf beiden Seiten fehlenden 3 Zentimeter habe ich mit Konstruktionsholz ausgeglichen. Dank meines Einhell Elektrohobels waren diese schnell auf die passende Höhe gebracht.

Sägespäne einsammeln

Bei der Einhell Tischkreissäge gibt es 3 Wege auf welchen die Sägespäne ans Tageslicht gelangen können, einmal oben aus der Abdeckung des Sägeblatts, hier kann man leider nicht einwirken und muss nach wie vor auf den Werkstattsauger zurückgreifen. Als zweites gibt es im unteren Bereich auf der Rückseite einen Stutzen über welchen rund 70% der Späne abtransportiert werden. Um hier auf einen Staubsauger verzichten zu können habe ich ersteinmal zum testen Provisorisch einen KG-Rohr Winkel angeklebt und nach unten geleitet. Ein Teil der Späne kommt nach wie vor aus dem Gehäuse der Kreissäge auf der Unterseite raus und fällt unter die Säge. Gemeinsam mit dem nach unten zeigenden KG-Rohr habe ich nun gefühlte 95% der Späne unterhalb der Maschine. Also kaufte ich im Baumarkt eine transparente Kunststoffbox mit einer Falz an der Seite. Die Kiste hatte zufällig die passenden Masse um genau unterhalb der Säge positioniert werden zu können.

Aus vorhandenen Dachlatten habe ich eine Führung für die Kunststoffbox gefertigt, hierfür habe ich auf dem Frästisch passende Nuten in die Latten gefräst in welche die Kiste von vorne eingeschoben werden kann. Dadurch schliesst die Kiste oben sauber und vor allem dicht ab. So sollten keine Späne im rest des Tisches landen können.

Sonstiges

In den nicht von der Säge ausgefüllten Bereichen habe ich Ablagefächer aus Restholz eingerichtet um diverse Werkzeuge wie den Schiebestock oder andere kleinere Helfer für die Tischkreissäge ablegen zu können. Zum Schluss habe ich die Räder an der Unterseite montiert um die Säge an allen vier Seiten meines Werktisches nutzen zu können.

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