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Einen überflüssigen Heizkörper entfernen

Da wir im Zuge der Renovierung unseres Hauses aus dem Jahr 1974 unter anderem die Fenster erneuert haben, musste auch die alte Terrassentür mit dem anliegenden Schaufenster dran glauben. Hier sollte der Durchgang zur Terrasse vergrößert werden, ein zweiflügeliger Ausgang musste her. Zwischen uns und der Tür gab es nur noch ein Hindernis. Die Heizung!

Wie bei Häusern dieses Baujahrs üblich, befand sich ein 3 Meter langer eiserner Heizkörper genau vor dem bestehenden Fenster. Da wir im gesamten Haus wie bereits erwähnt die Fenster erneuerten und aus den uralten doppelverglasten Aluminiumfenstern dreifach verglaste Kunststofffenster mit einem UG-Wert von 0,6 wurden, dürfte auf diesen Heizkörper getrost verzichtet werden können.

Nicht wie weg damit!

Einen Heizkörper entfernen

Wasser marsch!

Um einen Heizkörper auszubauen muss man das Wasser aus dem Heizkreislauf ablassen. Hierfür gibt es im Keller an der Heizungsanlage ein spezielles Ventil. Vorher sollte man die Heizung natürlich abschalten. Das ablassen des Wassers kann je nach große des Wasserkreislaufes einige Minuten dauern. Es bietet sich an die Zeit zu nutzen und die Entlüftungsventile an allen Heizkörpern zu öffnen. So fliesst das Wasser schneller ab und es bildet sich kein Unterdruck in der Heizungsanlage.

Weg mit der Fensterbank

Auf dem alten Heizkörper befand sich wie aus den Bildern ersichtlich eine Fensterbank aus Mamor. Diese wog mal eben mehr als 100kg. Aus diesem Grund ist nun ein Helfer nicht zu verachten!

Weg mit der alten Heizung
Die alte Heizung ist schnell demontiert, hierfür werden lediglich die Halterungen im unteren Bereich gelöst und die Überwurfmuttern am Zu- und Ablauf des Heizkörpers gelöst. Nun lässt sich die alte Heizung „bequem“ aus der Nische heben. BLÖDSINN!!! Das Ding ist schwer wie Hülle und wir haben den Heizkörper mit der Säbelsäge mittig geteilt! Egal, Hauptsache weg!

Halterungen entfernen

Die Halterungen am Boden wollte ich ursprünglich mit dem Bohrhammer aus dem Estrich stemmen doch von dem Plan bin ich recht schnell wieder abgekommen. Nachdem ich von oben in das Rohr geschaut habe, sah ich am Entehren Ende einen Australier winken! Nein, so schlimm war es nicht, aber die Halter wurden allem Anschein nach schon in der Kellerdecke einbetoniert!
Da die Halter trotzdem weg mussten kam auch hier wieder die Säbelsäge zum Einsatz. Die Rohre wurden bündig mit dem Estrich abgeschnitten und der Rand mit Hammer und Meissel etwa 1 cm in den Boden gehauen. Das ganze habe ich dann mit Fertigestrich verfüllt und erfreue mich nun an meinem Fusch.

Heizungsrohre verschwinden lassen

Mit dem Bohrhammer habe ich dann die Wand aus welcher die Heizungsrohre kommen aufgestemmt so dass ich diese etwa 3 cm unterhalb der Putzhöhe abtrennen konnte. Mit einer großen WaPuZa (Wasserpumpenzange) habe ich die Rohrstummel dann zusammengepresst und vom lokalen Sanitärmenschen verschweissen lassen.
Hier ist es allein aus Gründen der Versicherung ratsam solche Arbeit an zertifizierte Betriebe abzugeben.

Akustische Trennung

Auch wenn durch das Rohr nun kein Wasser mehr strömt, ist es ratsam die Rohrstummel akustisch vom Mauerwerk zu trennen. Hierfür habe ich selbstklebenden Schaumstoff montiert. Nach dem Verputzen entsteht so keine wirkliche Verbindung vom Rohrstück zum Mauerwerk. Und es wird bei einer eventuellen Ausdehnung aufgrund von Temperaturschwankungen nicht knarzen.

Spuren verwischen

Aufgestemmter Putz mag während der Umbauzeit für uns Männer noch attraktiv wirken, spätestens wenn aber Tapete drauf soll bietet sich eine ebene Fläche (Frauenkompatiblität) an. Also eine Mörtel Fertigmischung vom Baustoffhändler anrühren und die Spuren sauber und glatt verputzen!

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