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Einen Durchgang aufhübschen

Wer sich wie wir es getan haben dazu entscheidet ein altes Haus zu erwerben, der wird tagtäglich vor neue Herausforderungen gestellt. Diese Herausforderungen sind nicht immer direkt handwerklicher Art sondern fordern in erster Linie das Vorstellungsvermögen. Zwischen unserem Wohnzimmer und dem Esszimmer befand sich ein, um es vorsichtig auszudrücken, recht unansehnlicher Durchgang mit einer Zarge aus dunklem Eiche-Furnier.

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Vorher

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Nachher

Da dunkle Eiche weder zu unserem Wohnzimmer noch zum Esszimmer passt musste eine Lösung her! Nach einigem Hin und her habe ich mich dazu überwunden den dunklen Rahmen zu entfernen und durch etwas unauffälliges helles zu ersetzen.

Im gleichen Atemzug habe ich die Chance genutzt, die Höhe des oberen Sturzes an die Höhe der Fenster und die der restlichen Türen im Raum anzugleichen. Den hierdurch gewonnen Platz habe ich so vorbereitet das man später ohne großen Aufwand noch Einbaustrahler im Durchgang installieren kann.

Bauanleitung

Der Rahmen muss raus!

IMG_1100Der erste Schritt war logischerweise das entfernen des Türrahmens. Da dieser ins Mauerwerk genagelt wurde, ging das nur mit brachialer Gewalt. Miete dem Brecheisen habe ich die Nägel aus der Wand gedrückt und sobald etwas Luft war wurde der Rahmen mit der Säbelsäge gekappt. So ließ er sich Stück für Stück aus der Öffnung entfernen und im Container vor der Tür verstauen. Ein etwa 2 Meter langes Stück habe ich noch aufbewahrt um daran bevor ich irgendwann die restlichen Türen restauriere testen zu können.

Durchgang verputzen

IMG_1120Optisch war die nun vor mir liegende Öffnung nicht unbedingt ein Hingucker, es sah eher aus wie Dresden 45 aber das ist ein anderes Thema. Die Labung muss nun ordentlich verputzt werden. Hier für habe ich an den Wänden etwa 5 cm weiteren Putz abgeschlagen um später einen sauberen Übergang gestalten zu können. Als erstes habe ich allerdings die Putz-Eckschienen mit jeweils 2 Batzen Putz an der Wand angebracht und mit der Wasserwaage ins Lot gebracht. Danach folgte der eigentliche Oberputz. Diesen habe ich mit dem Glätter aufgetragen und nachdem er rund eine Stunde angezogen ist mit dem Reibebrett glatt gezogen. Richtig trocken ist der Putz nach etwa 3 Tagen.

Sturz anpassen

IMG_1158Da ich die Öffnung der, Raumsymetrie wegen, oben um 7 cm tiefer bringen wollte brachte ich hier eine erste Schickt Dachlatten an. Diese habe ich an der rechten und linken Außenseite bündig mit dem Stein angebracht um noch genügend Platz zum sauberen eingipsen zu haben. Ein zweite Reihe Latten habe ich um 90° versetzt so angebracht das diese später auf Höhe des Putzes enden. Untereinander wurden die Latten verkeilt um möglicher Bewegung vorzubeugen.

Verkabelung verlegen

IMG_1157Um später einmal die Möglichkeit zu haben im ehemaligen Rahmen Einbaustrahler zu verbauen habe ich vorsorglich für Spannung gesorgt. Im abgehängten Teil wartet nun ein Kabel auf seinen späteren Einsatz. Wir haben uns dagegen entschieden die Installation sofort vorzunehmen da wir erst abwarten wollen wie die Lichtverhältnisse wirken wenn alles richtig eingeräumt ist und auch unsere indirekten Leuchtmittel alle an Ort und Stelle sind.

Ans Wandniveau Angleichen

IMG_1165Ziel der ganzen Operation war natürlich das sich der neue Durchgang sauber in die bestehenden Wände einschmiegt. Hierfür habe ich die Dachlatten am oberen Ende mit kleinen Streifen Rigips versehen. So habe ich beim feinspachteln einen guten Haftgrund für den eigentlichen Gips. Um Rissen im Gips vorzubeugen wurde in der ersten Gipsschicht ein Armierungsgewebe untergebracht. Nun konnten sämtliche stellen mit Gips sauber verputzt werden. So siehst doch schon ganz nett aus!

Tapete drauf

Der nächste Schritt war hier die Tapete. Da eh der ganze Raum tapeziert wurde waren die Stellen kein sonderliches Problem und wurden im gleichen Atemzug mit Tapete versehen.

MDF als Abschluss

IMG_1267Den oberen Abschluss soll zukünftig ein weiss lackiertes Brett übernehmen. Hierfür habe ich eine MDF Platte auf das entsprechende Maß zugeschnitten. Die Entscheidung fiel für MDF da das Material von Haus aus sehr glatt ist und sich im Gegensatz zu Massivholz nicht verzieht. Darüber ist der Preis von MDF schon sehr charmant. Als erstes habe ich die 6 Löcher in welchen später die Schrauben zu Befestigung sitzen werden mit einem 3 mm Holzbohrer vorgebohrt und mit einem Senker dafür gesorgt das die Köpfe der Schrauben hinterher im Material verschwinden. Nachdem ich mit feinem Schleifpapier die Kanten gebrochen habe konnte ich die Platte lackieren. Hierfür habe 3 Schichten matten Lack auf Wasserbasis aufgetragen. Zwischen den einzelnen Lackiervorgängen habe ich die Lackschicht mit Schleifpapier in 320er Körnung angeschliffen.

Montage

IMG_1276Nachdem die auch die letzte Lackschicht trocken war konnte die Platte aus der Werkstatt im Keller an ihren Bestimmungsort bewegt werden. Das ist bei einer Platte in der Größe gar nichtmal so einfach! Hier sollte man auf einen Helfer nicht verzichten da MDF schon ein wenig Gewicht hat.

Das Finnish

IMG_1281Da die Platte nicht überall sauber anlag sondern hier und da eine Lücke von bis zu 2 mm auftrat habe ich den Übergang von Platte zu Tapete mit einer Acryl Naht versehen. Die Wahl fiel auf Acryl da sich das im Gegensatz zu Silikon später mit normaler Wandfarbe überstreichen lässt.

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