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Eine einfache Holzkiste bauen

In diesem Artikel geht es um den Bau einer einfachen Holzkiste aus ein wenig Restholz welches beim Bau des Dachs meine Holzunterstands übrig geblieben ist. Wer diese Kiste so oder so ähnlich nachbauen möchte, kann auf jegliches Holz, wie etwa Holz von Europaletten, zurückgreifen.

Holzkiste selber bauen

Die Kiste will ich später nutzen um kleinere Holzabschnitte welche in der Werkstatt anfallen zu sammeln, um sie dann irgendwann weiterzuverwenden oder, sobald die Kiste voll ist, im Kaminofen thermisch zu entsorgen. Somit kann ich den viel zu großen Speiskübel welcher diesen Job aktuell übernimmt aus der Werkstatt verbannen. Nun kann es auch schon losgehen, wir bauen eine Holzkiste!

Das Holz in das richtige Format bringen

Da es sich bei dem von mir verwendeten Holz um sägerauhe Schalbretter handelt, musste ich hier im Vorfeld ein wenig Arbeit hineinstecken, die Bretter auf das richtige Format zu bringen. Auf der Kreissäge habe ich die Bretter was die Dicke betrifft halbiert, hierfür habe ich von oben und unten jeweils einen Schnitt bis zur Brettmitte durchgeführt. Ich hoffe solche Schnitte zukünftig auf meiner Eigenbau Bandsäge durchführen zu können.

Diese so entstandenen dünnen Bretter wurden dann auf die Hälfte der Breite gesägt. Auf diese Art und Weise wurden aus einem sägerauen Schalbrett vier Leisten welche dann auf der Tischkreissäge auf die richtige Länge geschnitten wurden.

Für die Größe der Kiste habe ich mir im Vorfeld keine Gedanken gemacht, sondern mich teilweise an den Längen der entstandenen Leisten und meinem Gefühl orientiert.

Die Leisten schleifen

Da die Kiste den rustikalen Charme der Schalbretter behalten sollte, beschränkte sich das Schleifen der Leisten auf ein paar wenige Besuche auf meinem Quantum Tellerschleifer. Eventuelle Unebenheiten, Astlöcher oder Risse im Holz habe ich bewusst in den Brettern belassen.

Der Bau der kurzen Seiten

Als erstes habe ich die Teile für die kurzen Seiten der Holzkiste passend geschnitten und zurecht gesägt. Nachdem mir das Layout zugesagt hat, wurden die Einzelteile verleimt und mit kleinen schwarzen Stahlnägeln versehen. Die Stahlnägel habe ich mehr der Optik wegen eingeschlagen. Der Kontrast gefällt mir soweit ganz gut. Auf dem Bild seht ihr übrigens meinen Lieblingshelfer beim Holzwerken, einen geschätzt 40 Jahre alten Stahlwinkel welcher bei der Genauigkeit kaum zu übertreffen ist!

Die Griffe für die Seitenteile

Die Herstellung der Griffmulden auf den kurzen Seiten habe ich ganz unkonventionell vorgenommen. Mit meiner Bosch PBD40 Standbohrmaschine und einem Forstnerbohrer habe ich nach Gefühl zwei Löcher in die Seitenteile gebohrt. Die Mittelpunkte der Bohrungen liegen 20 Zentimeter auseinander, so das meine Hand bequem hinein passt. Beide Löcher habe ich mit der Dekupiersäge verbunden so das der fertige Griff entsteht.

Die langen Seiten der Holzkiste

Die langen Seitenteile entstanden ganz einfach dadurch das ich die beiden kurzen Teile mit den Tragegriffen durch längere Holzleisten mittels Holzleim verbunden habe. Natürlich habe ich hier darauf geachtet alles halbwegs im rechten Winkel zu verleimen. Zur Unterstützung der Verbindung habe ich mit meinem Handtacker noch Tackernadeln hineingeschossen. Hier war der Punkt erreicht wo ich mir wirklich einen Elektronagler gewünscht habe. Solange bis der Leim getrocknet war, habe ich alles mit Zwingen und Klammern in Form gehalten. Da ich leider kein Tintenfisch bin konnte ich diesen Schritt nicht vollständig dokumentieren da meine Hände mit dem verleimen und mein Mund mit Wutschreien beschäftigt waren.

Den Boden der Holzkiste bauen

Der Boden der Holzkiste wurde genau wie die langen Seiten einfach von unten an die Seitenteile angeleimt und zusätzliche mit jeweils zwei Tackerklammern gesichert. Um Die Last über sämtliche Bodenleisten verteilen zu können, habe ich von unten um 90° versetzt zusätzliche Querstreben verleimt. Die Querstreben sind weniger Millimeter kürzer als die Innenmaße der Holzkiste. Dadurch geben mir die Streben zusätzlich die Möglichkeit, sollte ich einmal mehrere solcher Kisten bauen, diese übereinander zu stapeln. So rasten die Querverstrebungen in der Öffnung der darunter stehenden Kiste ein und der Stapel steht sicherer.

Das Finish

Auf einen letzten Schleifgang habe ich verzichtet, die fertige Holzkiste soll schließlich keinesfalls aussehen wie frisch aus der IKEA Grabbelabteilung. Damit das Holz allerdings geschützt bleibt, habe ich mich für das weisse legno-ÖL von Adler entschieden. Ich mag das Öl da es nicht so deckend wie eine Lasur oder gar ein Lack ist und somit der Holzkiste ihren rustikalen touch lässt.

Auf den Bildern unter meinen Neonröhren kommt die weisse Farbe nicht wirklich zur Geltung, sobald die Kiste vollkommen durchgetrocknet ist und die Sonne scheint, werde ich hier Fotos bei Sonnenlicht hinzufügen.

Ein Kommentar
  1. Hallo,

    Schöner inforeicher Beitrag. Die Holzkiste gefällt mir sehr. Hier kann man mal wieder sehen das man aus Restholz und einer guten Idee etwas schönes für sein Heim zaubern kann. Gut gemacht und weiter so!

    Gruß Simon

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