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Ein Tomatenspalier aus Restholz bauen

Die Pflanzen der Black Krim Tomate in meinem frisch gebauten Chili- und Gemüsebeet haben in den letzten Wochen kräftig an Volumen und Gewicht zugelegt. Langsam aber sicher geraten die bislang als Stützte eingestzten Bambusstäbe an ihre Belastungsgrenze. Daher musste ich mir etwas einfallen lassen was optisch zum Beet passen soll. Auf den Einsatz klassischer Metal Spiralstäbe oder gerader Tomatenpflanzstäbe wollte ich bewusst verzichten. Spiralstab und Co sind in meinen Augen zwar funktional aber optisch alles andere als schön.

Tomatenspalier bauen

Vom Bau meines Schuhregals für den Keller hatte ich noch die ein oder andere Fichte Leimholzplatte herumliegen. Da das Material vorhanden war und ich auch noch ein paar Lärche Abschnitte mein Eigen nenne, war schnell klar das ich hier auf bestehendes Material zurückgreifen werde. Ein wenig mehr Luft tut meinem Holzregal im Keller ohnehin gut. Auch wenn sich mein Vorrat an Spax-Schrauben in passender Länger mittlerweile dem Ende neigt sollte ich wohl ohne den Zukauf irgendwelcher Materialien auskommen. Für meine Tomatenpflanzen benötige ich insgesamt 12 Spaliere!

Tomatenspaliere bauen

Aufgrund der Anzahl an zu bauender Tomatenspaliere habe ich als erstes damit begonnen die einzelnen Leisten aus den besagten Fichte Leimholzbrettern zu sägen. Hierfür eignet sich die Tischkreissäge logischer weise am besten. Da es bei den Spalieren nicht unbedingt auf den Millimeter ankommt, habe ich die dicke der Leisten so gewählt das möglichst wenig Verschnitt anfällt. Die Länge der gesägten Leisten beträgt genau einen Meter, insgesamt benötige ich für den Bau der Spaliere 50 Leisten.

Auf eine weitere Oberflächenbehandlung wie schleifen oder das Fräsen der Ecken habe ich verzichtet, die Tomatenpflanzen sollen hinterher halt an den Spalieren haben und nicht auf eine zu glatte Oberfläche stoßen. Da zum Schluss eine braue Lasur aufgetragen wird entsteht ein rustikaler Look der zum Gemüsebeet selber passen sollte! Ausserdem hatte ich einfach keine Lust zum schleifen 🙂

Im nächsten Schritt wurden die Leisten in V-Form zusammengelegt um zu sehen wie das Spalier später wirkt. Die Einzelnen Streben habe ich ebenfalls aus den 1 Meter langen gesägten Stäben gefertigt, diese konnte ich ebenfalls in Fließbandarbeit auf die endgültige Länge stutzen. Den Winkel des Spalier habe ich so gewählt das ich die mittlerweile vorhandenen Leisten nur noch auf die passende Länge sägen musste und keinerlei Verschnitt hatte. Pro Spalier habe ich fünf der Leisten benötigt.

Als Spieße für den Boden habe ich mich am Inhalt meiner Brennholzkiste in der Werkstatt vergriffen, das erklärt die unterschiedlichen Längen der verwendeten Holzstücke auf den Bildern.

Um bei sämtlichen Spalieren einen möglichst gleichen Winkel zu erreichen wurden die Außenmaße der Spaliere auf der Werkbank aufgemalt, anhand dieser Markierungen lassen sich die Elemente in Fließbandarbeit zusammenspaxen! Bei der Montage der Sprossen habe ich „frei Schnauze“ gearbeitet da ich es schon irgendwie mag wenn nicht alles exakt gleich aussieht.

Nachdem sämtliche Leisten zu etwas was einem Spalier ähnelt verschraubt wurden, ging es ans Finish, den Auftrag der Holzlasur! Da ich noch genügend Lasur vom Bau des Beets übrig habe fielen auch hier wieder keine weiteren Kosten an. Das Lasieren mit dem Pinsel wäre bei der Masse an Spalieren und Anzahl an verschiedenen Flächen zu Aufwändig gewesen. Da ich aber seit kurzem eh im Besitz des Bosch Farbsprühsystem PFS 5000 E bin, kommt ein Pinseln von Lasur eh nicht mehr in Frage!

Hierfür wurden die Spaliere nebeneinander auf zwei Böcken positioniert und mit Lasur besprüht. Zuerst die Rück- und dann die Vorderseite. So bleiben die Abdrücke auf der Rückseite unsichtbar bis die Tomatenpflanzen entsprechend hoch gewachsen sind.

Der Bau dieser Spaliere hat zusammen keine zwei Stunden gekostet und das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen!

3 Kommentare
  1. Ein tolles Sommerprojekt, Hauke! Da kannst Du Dich schon sehr auf die Ernte aus Deiner Arbeit freuen… 😉 Guten Appetit und viel Spaß bei den weiteren Projekten wünscht Dir aus Ennepetal Dein SPAX-Team

    • Im Tausch gegen ein paar Kisten Schrauben schicke ich euch gern ein paar Tomaten nach Ennepetal 😉

      • Na, vielleicht sollteste nicht gerade Deine leckeren Tomaten verschicken… 😉
        Aber was hältst Du von folgender Idee? Du berichtest in Deinem Blog über Dein nächstes, schönes Projekt mit SPAX und schickst uns die Fotos zum Veröffentlichen auf unserer Facebookseite mit Deiner Anschrift an fb@SPAX.com und wir schicken Dir zum Dank ein kleines Fanpackage zu?
        Beste Grüße,
        Dein SPAX-Team

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