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Bald beginnt die Chili Saison

Die finale Bodenvorbereitung für mein Chilibeet

Die Eisheiligen sind nicht mehr so ganz weit weg, somit auch der Zeitpunkt an welchem meine Chilipflanzen nach draussen gepflanzt werden. Wie es der Zufall so will, habe ich die auf die Eisheiligen folgende Woche auch noch Urlaub. Perfekt also um die einen Chilis in Freiland und die anderen in ihren Pflanzkübeln nach draußen zu setzen. Dann bekommt mein selbst gebauter Pflanzkübel ebenfalls endlich seine Bepflanzung und kann sich als offiziell fertiggestellt bezeichnen.

Chili- und Gemüsebeet

Bodenvorbereitung für das Freilandbeet

In weiser Voraussicht auf die diesjährige Chili-Saison im Chilibeet, habe ich im letzten Jahr nachdem die abgeernteten Pflanzen entfernt wurden, die Erde aus dem Beet entfernt, da ich zu dem Zeitpunkt vom Pflanzen meiner Ligusterhecke noch etliche Grassoden übrig hatte, wurden diese gleich mit der Rasenfläche nach unten, im Beet verteilt.

Über die Grassoden folgte eine dünne Schicht grober Holzasche aus dem Kaminofen, in grober Holzasche setzen sich Mikroorganismen fest und speichern in diesem Porösen Material jede Menge Nährstoffe aus der folgenden Schicht.

Nun folgt eine rund 10 Zentimeter dicke Schicht aus noch nicht reifen Kompost. Dieser hatte nun rund ein halbes Jahr lang Ruhe um sich weiter zu zersetzen und für guten Humus in den unteren Erdschichten zu sorgen. Hier bekommen die Wurzeln der Chilis im Laufe des Jahres noch einmal einen Nährstoffschub. Im besten Fall genau dann wenn die Pflanzen die ersten Früchte tragen.

Die am Anfang ausgeschachtete Erde habe ich mit 100 Liter Perlite vermischt. Perlite dient eigentlich als Dämmschüttung. Aufgrund seiner Porösen Struktur, speichert Perlite allerdings Wasser und Nährstoffe. Währen der Wasseraufnahme und dem austrocknen verändert sich das Volumen der Perlite minimal, dadurch bleibt der schwere Lehmboden auf unserem Grundstück für die Wurzeln leicht durchgängig.

Am vergangenen Wochenende folgte dann die Finale Bodenbearbeitung, im Hellweg Baumarkt habe ich 240 Liter Pflanzerde und einen Sack Hornspäne gekauft. Das Material habe ich in die obere Erdschicht eingearbeitet um auch hier einen lockeren humosen Boden zu erhalten. Die Hornspäne lösen sich in den nächsten Monaten auf und sorgen für eine Konsequente Versorgung der Pflanzen mit Stickstoff.

Um das ganze ein wenig Visueller darstellen zu können, habe ich einfach einmal versucht den Bodenaufbau in eine einfache Grafik zu verpacken.

bodenaufbau freilandbeet

Ein Platz für die Pflanztöpfe

Nahezu direkt neben meinem Beet hatten wir eine tote Ecke in der aufgrund des steinigen Bodens kaum etwas wachsen will, auch mit dem Rasenmäher kommt man hier nicht richtig in die Ecken hinein. Hier habe ich nun ganz einfach ein Unkrautvlies ausgelegt welches ich mit Rindenmulch abgedeckt habe. So können die Gräser von unten nicht durchwachsen und von oben sieht es auch noch nett aus.

Auf diesem kleinen Stück Garten, werden die Chilis und Physalis welche das Gartenjahr 2015 in Pflanztöpfen verbringen werden ihre neue Heimat finden!

 

6 Kommentare
  1. Hallo Hauke,

    wieviele Chilis wirst Du denn auf diese Weise unterbringen können? Ich habe im Winter ebenfalls übertrieben und ca. 80 Chilis und 15 Tomaten angebaut, derzeit noch alle in Töpfen.
    Soweit ich weiß, benötigen Chilis in den ersten Jahren weniger Platz in Hochbeet etc. Aber auch mit 30cm Abstand in jede Richtung pro Chili werde ich im Hochbeet ca. nur 30 Stück unterbringen können.
    Es gibt ja auch stufenförmige Vorrichtungen für Balkonkübel, die man nutzen könnte, da habe ich aber Vorbehalte.

    Wie verfährst Du?

    Viele Grüße

    Christoph

    • Hi Christoph,
      ja, das mit dem übertreiben kommt mir bekannt vor 🙂

      Insgesamt habe ich geschätzt 120 Pflanzen, wirklich raus kommen aber nur die bis dahin kräftigsten. Ins Freiland Beet kommen etwa 20 Pflanzen alles Anuums. Die Chinensen und Rocotos werde ich in diverse Töpfe verfrachten und darin groß ziehen. Ich denke das ich am Ende etwa 60 Pflanzen behalten werde.
      Der Rest wird munter verteilt, Nachbarn und Freunde freuen sich bestimmt über die ein oder andere Superhot 🙂

      Die Stufen für Töpfe finde ich eigentlich ganz nett, eventuell werde ich mir da spontan was bauen.

      Was für Vorbehalte hast du denn?

  2. Hallo Hauke,

    ich will auch einige Pflanzen unter Freunde und Verwandte bringen.

    Bedenken habe ich im Moment noch wegen der Standfestigkeit der Konstruktion. Ich brauche etwas kindersicheres, d.h. gegen Kleinkinderklimmzüge usw. gefeites. An die Garagenwand will ich die Konstruktion aber nicht stellen, daher müsste ich z.B. Bodenanker verwenden – dazu ist der Boden an der geplanten Stelle aber sehr steinig. Nur darauf beschränken sich meine Bedenken, zum Unterbringen von 4-5 Blumenkästen ist die Konstruktion eigentlich sinnvoll (sind ja schon wieder knapp 15 Pflanzen, die man so unterbringen kann).

    VG
    Christoph

    • Die Kindersicherheit bei der Konstruktion kommt mir bekannt vor 🙂 Aber das sollte bei entsprechendem Material kein Problem sein. Meinst du wirklich das ein verankern nötig ist? Das ganze bringt doch bei 15 Pflanzen schon so einiges an Eigengewicht mit sich

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