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Der Bau meines Chili- und Gemüsebeets

Als Neuling was den Anbau von Essbarem im Garten angeht habe ich mich am vergangenen Wochenende gewagt meine vorgezogenen Tomaten, Paprika und Chilis  an die frische Luft zu setzen. Da man in Foren und Blogs welche sich mit der Thematik auseinandersetzen immer wieder davon hört die Eisheiligen abzuwarten habe ich mit dem Bau und der Umsiedlung der Pflanzen also bis Mitte Mai gewartet. Da unser Garten bis dato keinen Platz für Gemüse vorgesehen hatte, musste ich zu allererst einige Vorkehrungen treffen. Das Wetter passte also wurde ein Gemüsebeet angelegt, als Platz habe ich mich für die Süd-West Seite unseres Hauses entschieden da es hier recht windgeschützt ist und ab etwa 11:00 Uhr die Sonne voll auf dem Beet steht.

Chili- und Gemüsebeet

Da ich noch keine Ahnung habe wie lange ich letztendlich wirklich Interesse daran haben werden habe ich mich dazu entschieden das Beet für die ersten Jahre Preiswert zu gestalten. Beim örtlichen Holzhändler habe ich daher zwei zweite Wahl Baubohlen mit den Maßen 250 x 40 x 4000 mm erstanden. Sollten diese nach einigen Jahren das Zeitlich segnen ist es eine verschmerzbare Investition gewesen. Sollte ich wiederum einfach keinen Spaß dran haben werden sich die Bohlen als Brennholz auch ganz gut machen.

Von der Baubohle zum Gemüsebeet

 

Baubohlen besäumenBeide Bohlen haben mich zusammen 10 Euro gekostet. Diese Baubohlen werden zukünftig die Rolle der Abgrenzung zwischen Rasenfläche und Gemüsebeet übernehmen. Da die Bohlen an den Seiten bereits arg rissig und stellenweise ausgerissen waren, habe ich diese zuerst mit der Bosch PKS 55 A Handkreissäge mit Parallelanschlag besäumt um eine gerade glatte Kante zu erhalten. Ohne die Risse und Abplatzungen waren die Baubohlen doch schon wieder recht ansehnlich.

Direkt im Anschluss wurden die Aussenseiten der Bretter mit meinem Bosch PEX 300 AE Exzenterschleifer abgeschliffen. Im ersten Gang mit Korn 80 und dann noch einmal mit Korn 120 hinterher. Optisch sahen die Bohlen nun beinahe aus wie teure Bretter aus dem Baumarkt.

Die abgeschnittenen 4 Zentimeter habe ich aufbewahrt und daraus am Ende die Pflöcke gefertigt welche am Ende im Boden eingeschlagen werden um die Bretter des Gemüsebeets in Position zu halten. Zufälligerweise hatten diese genau 4×4 Zentimeter und boten sich für diese Aufgabe förmlich an.

Struktur einfräsen

Um später eine filigrane Optik des Gemüsebeets zu erreichen musste der Look der Baubohlen verschwinden und etwas filigranerem weichen. Hierfür habe ich die Oberkante der Bohlen mit meiner Bosch POF 1400 ACE Oberfräse und einem Abrundfräser sowohl an der Innen- wie auch der Aussenseite abgerundet. Allein hierdurch hat sich die Dicke der Bretter optisch gefühlt halbiert.

Gemüsebeet FräsungTrotzdem wirkten die Flächen der Bohlen noch recht grob und ich war mir sicher das das Gemüsebeet somit später wie ein Fremdkörper im Garten wirken würde. Daher entschloss ich mich kurzerhand dazu die Bohlen mit einem V-Nutfräser optisch ein wenig aufzulockern und zumindest die Optik eines mehrteiligen Holzkonstrukts zu erzeugen. Ich teilte die Bretter also horizontal in 3 Bereiche auf indem ich 2 Nuten über die volle Länge der Bohle eingefräst habe. Das ganze habe ich nun im Versatz jeweils unterteilt so das am Ende eine Optik entsteht die Beeteinfassung wäre aus 6 x 100 Zentimeter großen Holzleisten im Kreuzversatz zusammengebaut worden!

Oberflächenbehandlung

Da ich aktuell ein Bosch PFS 5000 E als Testgerät vorliegen habe, habe ich die Oberflächenbehandlung mit Lasur selbstverständlich aufgesprüht anstatt zu streichen. Leider fehlen mir von diesem Schritt die Bilder da hier der Spaß an der neuen Maschine gegenüber der Sorgfalt der Dokumentation gesiegt hat! Zum Bosch PFS 5000 E Farbsprühgerät wird es in der nächsten Zeit selbstverständlich ein ausführliches Review hier im Blog geben. Dann auch mit Fotos!

Bei der Wahl der Farbe habe ich mich für eine Lasur in klassischer Palisander-Optik entschieden. Dieser dunkle Farbton wird hoffentlich mit dem irgendwann wieder saftig grünen Gras und den leuchtend bunten Chilis harmonieren.

Den Boden vorbereiten

In der Zeit in welcher die Lasur trocknete habe ich mich daran gemacht den Boden, in diesem Fall Rasen, für seine zukünftige Aufgabe vorzubereiten. Hierfür habe ich einen Großteil der Rasenpflanzen mit dem Vertikutierer entfernt und dann, ganz klassisch, zum Spaten gegriffen und die Fläche umgegraben. So ein Vertikutierer ist schon ein vielseitiges Gerät! Die umgegrabenen Grassoden wurden dann noch mit dem Spaten zerkleinert um größere Löcher unter der Erde zu verhindern. Da ich mir von der letzten größeren Gartenaktion noch ein wenig Erde für das Gemüsebeet zur Seite gelegt habe konnte ich die Fläche der zukünftigen Chiliplantage schonmal mit Erde anfüllen. Dazu habe ich etwa eine Schubkarre frischen Humus aus dem Thermokomposter untergearbeitet, so ist wieder Platz im Komposter und die Chilis werden es hoffentlich mögen!

Das Beet fertigstellen

Nun konnten die zuvor abgesägten kaputten Stellen der Baubohlen welche ich im Vorfeld in handliche 50 Zentimeter lange Stücke zerteilt und ebenfalls lasiert habe mit einem großen Hammer in den Boden geschlagen werden. Mit Hilfe einiger Spax-Schrauben aus dem heimischen Vorrat waren die Bohlen auch im Nu ausgerichtet und befestigt. Nun konnte die zuvor aufgefüllte Erde verteilt werden. Als kleines Extra habe ich im örtlichen Raiffeisen Markt 200 Liter Pflanzerde mit Pinguinkacke (Guano) besorgt. Diese dunkle Erde habe ich für die Deckschicht genutzt genutzt. So erhalten die Pflanzen den Dünger und die Sonne eine dunkle Angriffsfläche um die Erde zu erwärmen.

 

2 Kommentare
  1. Dein Gemüsebeet hast du ja super hin gekriggt. Mit den zu geschliffenen Bohlen sieht das echt klasse aus! Ich glaub auf die Idee wär ich nicht wirklich gekommen. Ich schwör immer auf die Pflanztöpfe uns so. Aber stimmt eigentlich. Man könnte auch mal selbst was machen. Danke für die schöne Anregung und viel Spaß mit deinem Chilli- und Gemüsebeet. 😉

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