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Dachdämmung im Treppenhaus geplant

Der ein oder andere wird es bereits bemerkt und verflucht haben, es ist Winter! Da ich es nicht gern kalt mag aber unserer Flur mit dem offenen Treppenhaus das ganze etwas anders sieht werde ich wohl oder übel in den sauren Apfel beissen müssen und hier für Abhilfe sorgen. Unser Flur ist offener als offen gestaltet und geht vom Keller bis zum Dachgeschoß. Da der ursprüngliche Bauherr der Meinung war es reiche vollkommen aus Rigips Platten an die Sparren zu schrauben und auf eine Zwischensparrendämmung zu verzichten, kommt die Kälte eindeutig von oben durch das Dach! Um mich nicht auf bloße Vermutungen zu verlassen habe ich mit dem Black & Decker Energiespar-Detektor die Oberflächentemperatur gemessen. Bei einer Außentemperatur von exakt 0°C haben die Rigipsplatten eine Oberflächentemperatur von 9°C. Warm ist anders! Da verwundert es nicht das der Flur nicht sonderlich arm wird und die angrenzenden Räume recht schnell auskühlen.

Geplanter Aufbau der Dämmung

Ich plane derzeitig sämtliche Möglichkeiten durch und habe aktuell den folgenden Aufbau im Kopf:

geplanter Aufbau der Dachdämmung

  1. Dachziegel
  2. 3 cm Hinterlüftung
  3. 180mm ISOVER Dämmwolle WLG 32 oder 35
  4. Dampfbremse
  5. 3 Zentimeter Luftschicht
  6. Verkleidung mit OSB oder Rigipsplatten

Mit Hilfe des Rechners von u-wert.net bin ich bei oben genanntem Aufbau zu den folgenden Werten gekommen

geplanter Aufbau der Dachdämmung

Vielleicht entdeckt ja jemand einen eklatanten Fehler und mag mich darauf hinweisen. Da ich in Sachen Dachdämmung ohne Folie unterhalb der Dachziegel gar keine Erfahrung habe, bin ich sogar recht sicher hier einen Denkfehler zu haben, zumindest würde es mich nicht wundern!

Im nächsten Schritt werde ich die alte alukaschierte Dämmwolle aus dem gesamten Obergeschoss entfernen und den gleichen Aufbau im kompletten Obergeschoß durchführen.

Zumindest das Treppenhaus will ich noch in diesem Jahr nach oben genanntem Plan bearbeiten. Wie gesagt, ich bin hier über jeden Hinweis eines Sachkundigen Besuchers meines Blogs dankbar!

Spricht eigentlich etwas gegen OSB zur Verkleidung? Das ganze soll hinterher ja eh gestrichen oder Tapeziert werden.

Von den theoretischen zu den praktischen Problemen

Nachdem der theoretische Teil meines zukünftigen Projekts soweit geklärt ist, wird es gleich noch einmal spannend! Da mir nicht bekannt ist, das ich irgendwelche sonderlichen Fähigkeiten wie etwa Spiderman besitze, kann ich nicht so einfach die Wände hochklettern. Auch wenn das eine durchaus nette Vorstellung ist, holt mich die Realität schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Bestenfalls nicht in Fallgeschwindigkeit!

Spiegel unsichtbar befestigen

Ich kann von mir nicht behaupten das ich keine Leitern besitze, doch mit Stehleiter, Anlegeleiter und Vielzweckleiter komme ich hier nicht wirklich weit! Irre wie viele verschiede Leitern mit unterschiedlichen Bezeichnungen es gibt! Der Name Stehleiter war allerdings der einzige den ich kannte, hier war Recherche angesagt! Mir fehlt eindeutig eine Gelenkleiter mit welcher ich mir eine Art Gerüst bauen kann um allzu tiefe Stürze weitestgehend zu verhindern. Mit einigen Aufschlägen am Treppengeländer kann so ein Sturz vom Dach bis in den Keller schon eine langwierige und vor allem schmerzhafte  Erfahrung werden!

Hier werde ich also noch einmal investieren müssen, eine Gelenkleiter kann man mit Sicherheit noch öfters verwenden!

Als wäre des noch nicht Risiko genug, werde ich auch noch tapezieren müssen!

Bildquellen

  • geplanter Aufbau der Dachdämmung: u-wert.net
10 Kommentare
  1. Mit Gelenkleitern kann man viele tolle Sachen machen – ich habe meine schon zum Fensterputzen mit Spanngurten auf der Treppe fixiert…
    http://heim-elich.blogspot.de/2014/03/daredevil-fenster-putzen-uber-der-treppe.html
    Ich wünsche ganz viel Erfolg bei dem Dämm-Projekt und freue mich auf Berichte (sind sicherlich nützlich, wenn ich irgendwann doch mal meinen Dachboden ausbaue…)

  2. Hallo Hauke,
    Ich kann dich beruhigen. Bei mir schaut der Stiegenaufgang genau so aus wie bei dir, abgesehen von der Dicke der Dämmung. http://holz-und-metall.blogspot.co.at/2014/10/dammen-teil-5-stiegenaufgang.html
    Ich hatte noch nie Probleme damit, obwohl ich keine Dampfbremse o.ä. habe..
    Das Ganze hat eigentlich mehr gebracht als alles andere. Bevor ich das „Stiegenhaus“ dämmte zog es immer eiskalt runter. Jetzt ist’s schöm wohlig warm.

    Wir wollen dann Beweisfotos sehen 🙂
    lg
    Stefan

    • Hi Stefan, wie sieht es bei dir denn in Sachen Unterspannbahn aus? Auf deinen Bildern ist da nichts zu erkennen was irgendwie danach aussieht

      • Auf den Bildern wirst du auch keine Unterspannbahn finden, weils keine gibt 🙂
        Am Dachboden sehe ich die nackten Dachziegel. Das was auf den Bildern zu sehen ist, ist der Bereich über unseren Stiegenhaus.
        Unter den Dachbalken wurden Bretter geschraubt, auf die dann von innen eine GK Platte geschraubt wurde – verspachtelt und fertig. Keine Dampfbremse ..nichts. War nicht meine Konstruktion, funktioniert aber schon 50 Jahre.

        Es gibt weder Probleme mit Feuchtigkeit noch sonst irgendwas. Das einzige Störende war eben, dass die Glaswollplatten, die damals verlegt wurden, zu klein waren. Aber das Problem habe ich ja gefunden und beseitigt.

  3. Hallo Hauke,

    mir fallen als Laien nur folgende Fragen zur Darstellung vom U-Wert Rechner ein: Hast Du denn 3 cm „echte“ Hinterlüftung, d.h. Abtransport von Traufe nach First ins Freie? Außerdem kann es Sinn machen zu prüfen, ob die Hinterlüftung durchgehend ist oder durch Kamine, Fenster etc. der Luftstrom unterbrochen wird – das soll die Wirksamkeit erheblich reduzieren.
    Auf der Berechnung ist auch keine Unterspannbahn/Dachhaut eingetragen. Hier macht es einen Unterschied, ob die Bitumenbahnen oder eine diffusionsoffene Bahn hast (spreche aus eigener Erfahrung).

    Ansonsten – Viel Erfolg und danke für die hilfreichen Beiträge auf Deiner Seite!

    Grüße

    Christoph

    • Hallo Christoph,
      die Hinterlüftung liesse sich relativ einfach realisieren da ich das Obergeschoss nicht ausgebaut habe und somit freien Zugang überall hin habe. Der Luftzug würde auch durch nichts unterbrochen werden, da dort einfach nichts im Weg ist.
      Am Thema Unterspannbahn habe ich auch noch zu knacken, aktuell habe ich garnichts abgesehen von alukaschierter Dämmwolle unter den Dachziegeln.

  4. Hallo Hauke,

    es gibt bei proclima eine Anleitung, wie man eine Unterspannbahn von innen anbringt – evtl. ist das etwas für Dich. Ansonsten kann man sich überlegen, z.B. Holzfaserdämmung anzubringen. Die hat zwar nur einen U-wert von 0,4 ist aber im Sommer ein guter Wärmepuffer und verzeiht anders als Mineralwolle auch Feuchtigkeit – sie ist auch deutlicher angenehmer zu verarbeiten als Mineralwolle.

    Wir haben auch ein sehr offenes Treppenhaus vom Keller zum Dach. Derzeit dichte und dämme ich eher im Keller. Problemstelle ist die nicht gedämmte Außenwand im Obergeschoß, die offenbar einiges ein Zugluft schon wegen des Temperaturunterschieds (kalte Wand) erzeugt. Hast Du Erfahrungen nach Eurer Dämmung von außen gemacht? Für mich steht die Außendämmung dieser Wand an, erfreuliche Meldungen von besserem Klima auf der Rauminnenseite würden mich natürlich freuen.

    Viele Grüße

    Christoph

    • Hi Christoph, ich nehme an du meinst diese Anleitung? https://de.proclima.com/media/downloads/de_w_System-Sanierung.pdf (Ab Seite 36)

      Das System klingt gut und liesse sich falls ich das Dach irgendwann einmal erneure nachträglich von der Aussenseite wieder entfernen. Das werde ich doch einmal mit einplanen, danke 🙂

      Meine Erfahrung mit der Dämmung der Außenwand ist bis dato durchweg positiv. Im Wohnzimmer spürte man im Winter die kalte Strahlung von der Außenwand und es war beinahe unmöglich ohne Decke dort zu liegen. Hierbei war die Raumtemperatur irrelevant, selbst bei 24°C Lufttemperatur strahlten die Wände kalt! Das hat sich mittlerweile vollständig gelegt, kalte Strahlung ist quasi nicht mehr vorhanden!

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