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Zwischensparrendämmung

Dachdämmung – Die Planung der Dämmung

Auf den Tag genau einem Jahr habe ich bereits angekündigt, dass wir planen unser Dachgeschoss, beziehungsweise unser Treppenhaus, zu dämmen. Genauso lange ist es her, das in Sachen Dachdämmung rein gar nichts passiert ist. Wie es meistens so ist, folgen dem Enthusiasmus schnell andere, vermeintlich dringlichere Dinge. So war es auch bei der geplanten Dämmung unseres Daches. Glücklicherweise war der letzte Winter nicht sonderlich hart. Nun ist es aber so weit, die Angebote für die Dammwolle sind eingeholt und es kann fast schon losgehen. Was wir genau geplant haben und wie der aktuelle Stand unseres Dachs momentan ist versuche ich hier beschreiben.

Wir bewohnen in unserem Haus lediglich das Erdgeschoss, das Obergeschoss befindet sich seit rund 40 Jahren in einem Zustand, welchen man definitiv als Rohbau bezeichnen kann. Estrichboden, keinerlei nennenswerte Verkabelung und eine Zwischensparren-Dämmung die den Namen definitiv nicht verdient hat. 130 Quadratmeter ungenutzte potentielle Wohnfläche! Nach der Dämmung der Fassade und den neuen Fenstern ein logischer Schritt!

dachgeschoss ist-zustand

Der aktuelle Zustand

Planung der Dachdämmung

Die bestehende Zwischensparrendämmung muss geschätzt irgendwann um 1980 rum einzig gehalten haben, sie ist also etwa genau so alt wie ich es selber bin. Die Dämmung besteht aus einer drei Zentimeter dicken Schicht alukaschierter Glaswolle welche nach einem mir nicht ersichtlichen Prinzip an die Sparren getackert wurde.

Auch wenn sich laut Immowelt die Dachdämmung aus Sicht deutscher Immobilienmakler nicht lohnen soll, werden wir das Projekt Dachdämmung nun in Angriff nehmen. Nach dem Studium des genannten Artikels ist mir die Berufsgruppe der Immobilienmakler im übrigen noch suspekter als sie es eh schon war.

Unsere Sparren sind 16 Zentimeter dick, da wir allerdings keine Unterspannfolie unter der Eindeckung haben, werden wir hier nur 14 Zentimeter Dämmwolle verbauen. Die zwei verbleibenden Zentimeter nutzen wir zukünftig als Hinterlüftungsebene. Sollte das Dach einmal undicht werden, kann die Luft dahinter dennoch zirkulieren und eventuell in die Dämmwolle eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknen. Auf eine Aufdopplung der vorhandenen Sparren verzichten wir hier, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Es ist noch immer ungenutzter Wohnraum!

So ist der Plan!

Dachdämmung aufbau

Quelle: // u-wert.net

zwischensparrendaemmung aufbau

Quelle: // u-wert.net

Um dennoch ein wenig mehr Dammwirkung zu erzielen, werden wir dann im Frühjahr zusätzlich zur Zwischensparrendämmung eine Untersparrendämmung aufbringen. Die Untersparrendämmung wird bei zukünftigen Ausbauten des Dachgeschosses als Installationsebene dienen.

Ich hoffe das ich zwischen Weihnachten und Neujahr alles an Material hier liegen habe um endlich loslegen zu können!

Bildquellen

  • zwischensparrendaemmung aufbau: // u-wert.net
  • zwischensparrendaemmung aufbau: // u-wert.net
5 Kommentare
  1. Mir fallen zwei Dinge bei der geplanten Dämmung auf:
    – du hast in der U-Wert-Berechnung die Sparren nicht berücksichtigt – die verschlechtern den U-Wert noch mal
    – Mineralwolle trocknet schlecht, und kann zusammenfallen wenn sie nass wird. Einmal zusammengefallen „dehnt“ sie sich natürlich nicht wieder aus, und kann auch „runterrutschen“ – dann ist die Dämmwirkung futsch und man muss irgendwann mal entsorgen. Deshalb ist eine zweite wasserführende Ebene ja heute Stand der Technik. Oder man versucht hydrophobiertes Klemmfilz zu bekommen.

    • Hallo Julian,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Die Sparren habe ich zwar im Hinterkopf, aber irgendwie habe ich im u-wert Rechner nicht mehr gefunden wo ich diese einbaue. Der Unterscheid war aber nicht allzu groß. Die zweite Wasserführende Ebene, sprich die Unterspannbahn ist leider nicht vorhanden. Ich denke wenn man sowas nachträglich reinfunket, macht man mehr kaputt als es direkt so zu lassen. Hast du da irgendwelche Erfahrungen? In der Hinsicht wäre ich über Tipps dankbar. Noch ist es nicht zu spät 🙂

      • Hallo Hauke,

        nein, Erfahrung kann ich damit nicht vorweisen.
        Wir hatten bei uns (60 Jahre altes Dach, verstrichene Ziegel) hin und her überlegt, aber im Endeffekt Zwischen- und Aufsparrendämmung sowie Dachziegel und -fenster durch einen Fachbetrieb machen lassen.

        Soweit ich das recherchiert hatte, kann man Unterspannbahn von innen anbringen: die Unterspannbahn wird durch Leisten an den Sparren befestigt, und durch eine weitere Leiste in der Mitte wird ein Abstand von der Traglattung zwecks Belüftung, und damit auch gleich eine „Laufrinne“ für Feuchtigkeit erzwungen.

        Ob dein Dach bislang halbwegs dicht ist oder nicht wirst du vermutlich erst beurteilen können, wenn du die alte Dämmung rausmachst.

        • Hallo Julian,
          danke für deinen Hinweis. Die Nummer mit der von innen montierten Folie und der Laufrinne habe ich dazu auch gefunden. Ich habe den Ansatz aber wieder verworfen da mir das ganze dann auch wieder ein wenig flatterig vorkommt. Ich denke unser Dach wird in spätestens 10 Jahren eh erneuert. Ich werde mir die Sache allerdings noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

          Danke dir!

  2. Hi,
    Habe bei mir als Unterspannbahn-Alternative DWD-Platten genommen. Isolierung direkt unter die Dachziegel ist keine gute Idee 🙁 Details bei mir im Blog!

    vg Manuel

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