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Spaß mit Magneten

Bohreraufbewahrung mit ein wenig „Magie“

Da es in den letzten Tagen in meiner Kellerwerkstatt wieder einige Neuzugänge in Sachen Werkzeug gab, wurde es mal wieder Zeit für ein kleines aber feines Miniprojekt. In erster Linie ging es mir darum meine neue BOSCH PBD 40 Standbohrmaschine und den neuen Bosch PEX 300 Exzenterschleifer näher kennenzulernen. Zu diesen Werkzeugen wird es mit Sicherheit in den kommenden Tagen ausführlichere Berichte geben.

Mir ging es schon länger auf die Nerven das meine Metall- und Holzbohrer immer genau da waren wo ich sie am wenigsten vermutet habe, daher musste etwas her was meinem Halter für Forstnerbohrer ähnelt. Sprich ein fester Ort an welchem die Bohrer nach Größe sortiert immer und vor allem einfach greifbar sind.

Bohrerhalter mit Magneten

 

Da es während des Arbeitsflusses immer ein wenig nervig ist Bohrer wieder in das für die entsprechende Größe vorgesehene Loch eines klassischen Bohrerhalter zu stecken musste meine neue Bohrerhalterung eine bequeme Möglichkeit des Schnellzugriffs bieten. Wie auf dem Bild zu erkennen, können die Bohrer sowohl in dafür vorgesehenen Löchern gelagert werden wie auch einfach an die Vorderseite „geklebt“ werden. Hier kommen Neodym Magneten zum Einsatz. Diese hatte ich glücklicherweise noch aus einem anderen Projekt vorrätig so das ich das Regal komplett aus Resten fertigen konnte.

Bauanleitung

Holzzuschnitt

Als erstes habe ich ein Stück 22mm Multiplex in zwei unterschiedlich große Teile zersägt, eins für die eigentliche Halterung der Bohrer und eins für die Oberseite mit welcher der Halter an der Wand befestigt werden kann. Von der unteren Platte wurde nun ein ein 2 Millimeter breiter Streifen abgetrennt. Dieser dient später dazu die Magnete abzudecken. Für die Seitenteile habe ich zwei Reststücke Kierferplatte passend gesägt und mit dem Bosch PEX 300 sauber abgeschliffen.

Neodym Magnete einlassen

Nun kam zum ersten mal meine neue Standbohrmaschine zum Einsatz. Mit dieser habe ich in der Stirnseite des unteren Multiplex Bodens 20 Löcher mit einem 8 Millimeter Durchmesser gebohrt. Die Lochgröße muss bei einem Nachbau natürlich dem Durchmesser der verwendeten Magnete angepasst werden.

Neodym Magnete einlassen

Die Bohrtiefe wurde so tief gewählt das die Magnete mit der Oberfläche bündig abschließen. Zur Sicherheit habe ich diese mit 2-Komponenten Epoxydharz eingeklebt.

Magnete verstecken

Um die Optik des Bohrerhalters klassisch hölzern zu belassen und die Magnete unsichtbar zu machen wurde nun der zuvor abgeschnittene 2 mm dünne Multiplexstreifen wieder vor die Magnete geleimt. Mit Hilfe einem Reststück Dachlatte und meinen neuen Bessey KliKlamp Zwingen wurde alles nun unter Druck verleimt und einige Zeit Ruhen gelassen.

Verleimen

Viele Löcher

Nun hieß es viele Löcher zu bohren, dank des Tiefenanschlags der Bosch PBD 40 war dies aber kein Problem. Zuvor habe ich ein 20 x 4 Raster welches dem Abstand der Magnete entspricht auf das Holz gezeichnet. Somit können im eigentlichen Halter und an den Magneten in Summe 5 Bohrer einer jeder Größe aufbewahrt werden. Nach dem Bohren der Löcher wurden diese ebenfalls auf der Standbohrmaschine gesenkt um das einführen der Bohrer zu erleichtern.

Bohrerhalter Löcher

Pocket Holes

Da es sich hier um ein Projekt für die Werkstatt handelt und es recht schnell gehen sollte habe ich die einzelnen Holzteile mit Pocket Holes verbunden. Poketholes sind mit dem entsprechenden Pocket Hole Werkzeug schnell angelegt und halten sehr gut. Zusätzlich habe ich die Seiten noch verleimt, doch dank der Verschraubung konnte ich direkt ohne Rücksicht auf Trocknungszeiten weiterarbeiten.

Pocket Hole Jig

Das Finish

Nun wurden alle Seiten und Verbindungen noch einmal sauber geschliffen, erst mit Korn 80 und dann mit Korn 120. Als Oberflächen-Finish habe ich mich für einfaches Holzöl entschieden. Das schützt einerseits die Oberflächen und andererseits flutschen die Bohrer besser in die Löcher.

Das wars!

Der Bau war wirklich alles andere als kompliziert, und der Effekt des vermeintlich magnetischen Holzes kommt wirklich gut rüber. Nach dem schleifen ist die Leimfuge welche den Multiplexstreifen der die Magnete verdeckt nicht mehr sichtbar.

Leider halten Bohrer mit einer Größe von über 8 mm nicht mehr an den Magneten. Hier habe ich den Verlust durch den Multiplexstreifen unterschätzt. Das ist nicht weiter tragisch da ich die Bohrer eh eher selten im Schnellzugriff benötige. Beim nächsten mal werden es aber stärkere Magnete!

Positiver Nebeneffekt des Bohrerhalters ist dass man immer direkt sieht welche Bohrer einem zuneige gehen und wieder aufgefüllt werden sollten.

2 Kommentare
  1. Gibt es Erfahrungen beim Bohren mit solchen „magnetisierten“ Bohrern?
    Ich befürchte, daß die Bohrspäne nicht mehr wie gewohnt abfallen, sondern am Bohrer „kleben“ bleiben und mühsam entfernt werden müssen. Vielleicht kann dies sogar von Vorteil sein, da man sich das einsammeln bzw. aufkehren der Späne erspart.

    • Hallo Manfred, da ich selber relativ selten Metall bohre, kann ich hier leider in keine Richtung berichten. Die wenigen Male ist mir allerdings nichts aussergewöhnliches in Sachen Späne am Bohrer aufgefallen.

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