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Bit-Aufbewahrung aus Restholz

Ein Problem das wohl jeder Heimwerker kennt ist das Chaos bei der Aufbewahrung von Bits. In so ziemlich jedem Werkzeug-Karton befinden sich Bits welche zwar qualitativ nicht unbedingt hochwertig aber dennoch zu schade zum wegwerfen sind. Bislang habe ich meine Bits in einer Kunststoffbox aufbewahrt und durfte jedes mal aufs neue nach der passenden Größe suchen. Ein Zustand der mir einfach keinen Spaß bereitet hat.

Eine einfache Bit-Aufbewahrung bauen

Eine neue Bit-Aufbewahrung musste also her, wichtig war mir das ich diese aus vorhandenem Material fertigen kann. Da ich nie geplant hatte hieraus ein Projekt für mein Blog zu erstellen, sind Fotos von der Fertigung natürlich Mangelware, ich denke aber das das Projekt nahezu selbsterklärend daherkommt.

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Anforderungen an die Bit-Aufbewahrung

Lange Rede kurzer Sinn, hier musste eine Lösung her welche die folgenden Punkte zu erfüllen hat:

  • wenig Platz verbrauchen
  • wenig bis garnichts kosten
  • an der Wand montiert werden kann
  • in kurzer Zeit selbst gebaut werden kann
  • Bit-Entnahme ohne große Fummelei

Das passende Holz

Holz für die Bit-AufbewahrungIn meiner Reste-/Brennholzkiste fanden sich drei etwa gleich lange Stücke 44mm Fichtenholz, hiervon habe ich zwei übereinander verleimt, und zwar so das die vorhandenen Löcher auf der Leimfläche liegen und von außen nicht mehr sichtbar sind. Also habe ich die Leimflächen kurz angeschliffen, Leim aufgetragen und mit meinen Bessey KliKlamp Zwingen für ungefähr eine Stunde unter festem Druck trocknen lassen.
Für die untere Lade kam ein Stück Fichtenholz zum Einsatz welches ebenfalls in der Restekiste auf seine Verfeuerung gewartet hat.

Löcher Bohren

Das frisch verleimte Stück Holz habe ich auf der Tischkreissäge kurzerhand auf Länge gesägt und die Schnittkanten grob abgeschliffen. Mit meiner Bosch PBD 40 Tischbohrmaschine und einem 32mm Forstnerbohrer habe ich dann sieben etwa 6 Zentimeter tiefe Löcher in eine der schmalen Seiten gebohrt. Danach habe ich den Anschlag der Bohrmaschine auf etwa 70mm Abstand zur Unterkante des Forstnerbohrers gestellt und einen Holzstab untergelegt. Durch den untergelegten Holzstab lag das Werkstück schräg unter dem Bohrer und die Bohrung wurde automatisch schräg. Dadurch hat der „Auslasskanal“ der zukünftigen Bit-Aufbewahrung ein Gefälle und die oben eingeworfenen Bits purzeln unten wieder heraus.

Die Grundplatte auf welcher rausgekullerte Bits zwangsläufig landen hat die gleichen Löcher, etwa 1 Zentimeter tief, erhalten. So können herausgefallene Bits nicht auf den Boden fallen.

Verschrauben

Nun wurde die Grundplatte mit dem zuvor gefertigten Leimholz verschraubt. Ebenfalls habe ich die Grundplatte mit einem Holzstab eingezäunt so das ich zusätzlich noch ein paar Bit Verlängerungen etc hierauf lagern kann ohne das diese abstürzen. Der Holzstab wurde einfach aufgetackert. Nicht die feine englische Art aber eben funktional. Wie gesagt, es war nie als Projekt geplant!

Nur mit Gummi

Leider fielen mir beim herausnehmen eines Bits immer zu viele weitere mit hinaus, also war ich kurz davor das ganze als gescheitert zu markieren und im Kaminofen weiterzuverwenden. Glücklicherweise kam mir im letzten Augenblick noch die Idee, ein Gummi vor den Löchern zu verwenden. Wer nun an dem Punkt angelangt ist wo er gedanklich nicht mehr hin der Werkstatt ist, hier geht es um WERKZEUG! Mit zwei kleinen Schrauben ist das Gummiband schnell montiert und die Bits fallen nicht mehr aus meiner neuen Bit-Aufbewahrung heraus!

Fazit

Das Prinzip funktioniert besser als ich es mir vorgestellt habe. Finde ich nun ein Bit oder ich wechsle das Bit, so werfe ich dies von oben in die entsprechende Öffnung der Bit-Aufbewahrung. Benötige ich ein Bit so entnehme ich es einfach aus der unteren Öffnung. Neue Bits rutschen von oben nach. Nach dem Gebrauch landet das verwendete Bit wieder oben und wartet bis es durchrutscht.

Die sieben Bohrungen nutze ich aktuell für Bits in T10,T15,T20,T25,T30, Kreuz und Schlitz. Da ich andere Bits eher selten bis gar nicht verwende lagern diese weiterhin in der Kunststoffbox.

Ein Kommentar
  1. Super Idee, vor allem die Lösung mit dem Gummiband (diese Definition erstickt alle Anzüglichkeiten im Keime…) finde ich klasse!

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