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Billigbohrer – Wer billig kauft, kauft zweimal!

billigbohrer für 1,50 EuroWer billig kauft, kauft zweimal! Ein Spruch den ich in Foren hasse wie die Pest! Manchmal allerdings muss man ihn einfach anwenden! In diesem Fall bei einem Steinbohrer Set welches ich irgendwann einmal aufgrund des verlockenden Preises von 1,50 Euro mit in den Einkaufswagen gelegt hatte. Lange Zeit fristet dieser sein dasein in einer dunklen Ecke meiner Werkstatt und kam nun erstmalig und wohl auch letztmalig zum Einsatz. Warum? Einfach weiter lesen!

Mein erklärtes Ziel war es, in einem großen, ich denke er war aus Ton oder so, Blumenkübel einige Löcher als Wasserablauf in den Boden zu Bohren. An dem dunklen Bohrstaub an einigen der Bohrlöcher erkennt man bereits wie schnell die ersten beiden verwendeten Bohrer aus diesem Bohrerpaket schlapp gemacht haben und förmlich verglüht sind. Ein Verhalten mit welchem ich durchaus gerechnet habe, doch noch nicht bei zweiten Loch und erst recht nicht in verhältnismäßig weichem Material!

billigbohrer Tontopf

Nachdem also die ersten beiden Bohrer gemütlich verglüht waren, griff ich zum dritten Bohrer der Packung. Hier reichte es noch nicht einmal zum verglühen! Nach gefühlt 10 Sekunden gab der Bohrer einfach nach, das Ergebnis ist auf dem Bild wunderbar zu erkennen. Ich habe hier noch nicht einmal mit Schlag gebohrt sondern mit einem klassischen Akkuschrauber im reinen Bohrmodus!

Billigbohrer krummJetzt mal ehrlich, irgendwo auf dieser Welt muss es wirklich eine Firma geben die dieses Produkt herstellt und sich im besten Fall dabei wohl fühlt! Ich bin beruflich in der Softwareentwicklung tätig, meine Kunden würden mir so dermaßen auf das Dach steigen, egal ob die Software teuer oder billig ist!

Warum werden solche Umstände in Deutschland akzeptiert und eben damit abgetan „Wer billig kauft, kauft zweimal“ ?

Ich bin wie bereits bei den Parkside Zapfenbohrern der Meinung das ein Produkt, egal ob billig oder teuer, zumindest die grundlegenden Eigenschaft seiner Klasse einzuhalten hat. Wen eine Firma für den Preis keine funktionierende Ware fertigen kann, sollten sie es ganz sein lassen oder besser gesagt, sollten sie es ganz sein lassen müssen!

 

7 Kommentare
  1. Habe die gleiche Erfahrung mit Steinbohrern bzw. Holzbohrern von ALDI und LIDL. Wenige Löcher (weniger als 10 pro Bohrer) und die Dinge sind reif für den Schrottcontainer.
    Mein Fazit: wenn die Dinger auch noch so verlockend aussehen – liegenlassen!

  2. Das trifft auf fast alle Werkzeuge etc. zu. Aber es muss eben auch nicht immer das teuerste sein!

  3. Oh ja, wie gut kenn ich das! Habe neulich für einen Video-Testbericht eines Akku-Schlagbohrschraubers noch einen Satz Steinbohrer gebraucht und dachte „Die kannste schnell im Baumarkt kaufen, wird schon nicht so schlecht sein“… Damit lag ich dann aber ganz falsch. Eigentlich hätte mir das im Baumarkt schon auffallen müssen, wie unpräzise die verarbeitet sind. Obwohl’s sogar „Markenbohrer“ waren. (Soll heißen, keine High-End-Marke, aber eben auch keine Noname-Billig-Ware). Zu stumpf, um damit in der Nase zu Bohren. Hab dann noch am gleichen Tag einen Satz Allzweckbohrer aus der Bosch Robust Line gekauft („Multi-Construction“). Die haben inkl. Porto ungefähr das doppelte gekostet, aber der Unterschied ist so gigantisch. Die machen echt Spaß, kann ich sehr empfehlen.

    LG
    Etienne

  4. Da bin ich absolut gleicher Meinung. Man weiß es zwar meist erst im Nachhinein, aber zumindest kann man sich Gott sei Dank heute schon genügend Infos im Internet holen!
    Nicht immer ist das Teuerste das beste, nicht immer das Günstigste von hoher Qualität.

    Der Heimwerkerhimmel kann mit schlechter Ausstattung schnell mal zur Heimwerkerhölle werden, wie ich selbst schon erfahren durfte!

    Vielen lieben Dank an dieser Stelle für diese Seite, die zahlreichen und vor allem hilfreichen Tipps!

  5. Es gibt Firmen, die solchen einen Müll herstellen, weil es einfach Idi… *hust* … Leute gibt, die solch einen Müll kaufen!

    Und auch wenn der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“ Missfallen auslöst: Er hat sich – leider nicht umsonst – seit langer Zeit bewährt. Ich kann da nur zum wiederholten Male den Herrn Ruskin erwähnen, der diese Erkenntnis irgendwann zwischen 1819 und 1900 gewonnen haben muss. Ich vermute allerdings, daß er beileibe nicht der erste war.

    Gruß

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