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Anleitung: Weichlöten von Kupferleitungen

Als Eigenheimbesitzer steht man früher oder später vor der Herausforderung Kupferleitungen für die Heizung oder für das Trinkwasser erneuern oder erweitern zu müssen. Wer hier professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte ist bei seinem Klempner an der richtigen Adresse.

Wer allerdings lieber selbst Hand anlegen möchte, der sollte sich die nachfolgende Anleitung durchlesen.

Zum Weichlöten von Kupferrohren benötigt man nicht viel besonderes Werkzeug. Für rund 50 Euro bekommt man bereits eine taugliche Grundausstattung.

Benötigtes Werkzeug

Weitere Werkzeuge wie etwa eine Wasserpumpenzange, ein Feuerzwug oder einen kleinen Schraubstock führe ich hier nicht gesondert auf, da diese Werkzeuge in jedem Heimwerkerhaushalt vorhanden sein sollten. Der Rohrabschneider ist ebenfalls kein zwingend notwendiges Werkzeug beim Weichlöten. Er erleichtert die Arbeit allerdings ungemein! Ein Kupferrohr kann selbstverständlich auch mit einer handelsüblichen Eisensäge gekürzt werden.

Kupferrohre Weichlöten

© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Anleitung zum Weichlöten von Kupferrohren

  1. Kupferrohre und Fittinge vorbereiten: Da Kupfer mit der Zeit korrodiert, sprich anläuft, müssen die zu verlötenden Rohrenden und Fittinge mit einem Stück Schleifvlies gereinigt werden. Je sauberer die zu verlötenden Stellen sind, desto besser kann das Lötzinn später haften und desto besser wird die Lötstelle.
  2. Fixieren: Nun fixiert man das Kupferrohr oder den Kupferfitting im Schraubstock. Ist das Rohr bereits an der Wand montiert sollte man dies ebenfalls gegen Schwingungen sichern.
  3. Flußmittel/Lötpaste: Die in Schritt 1 blank geschliffene Stelle des Kupferrohrs wird nun mit Flußmittel bzw. Lötpaste eingestrichen und in den Kupferfitting gesteckt. Hier sollte man sich versichern das das Rohr bis zum Anschlag in der Muffe sitzt. So ist die maximal möglichste Dicke der Lötstelle gewährleistet.
  4. Erhitzen: Das erhitzen des Kupferrohres erfolgt durch einen so genannten Lötbrenner. Die Flamme wird auf das Ende des Kupferfittings gerichtet in welchem sich das mit Lötpaste versehene Rohr befindet. Beim Weichlöten werden Temperaturen und 450° C benötigt. Bei Temperaturen oberhalb dieser Marke ist man bereits im Bereich des Hartlötens angelangt. Die richtige Temperatur ist erreicht wenn sich die Lötpaste silbrig verfärbt bzw. der Kupferfitting seine Farbe leicht verändert. Überschüssige Lötpaste ist bereits verdampft.
  5. Nun hält man den Lötzinn an die zu verlötende Stelle. Durch die Kappilarwirkung in Verbindung mit dem Flußmittel verteilt sich der flüssige Lötzinn automatisch zwischen Fitting und Rohr. Es ist nicht nötig den Lötzinn manuell an der Naht zu verteilen. Dies ergibt in der Regel nur unschöne Lötstellen.
  6. Abkühren: Nun lässt man die Lötstelle abkühlen. und reinigt diese mit einem alten Lappen. Wer es optisch ansprechend mag, befreit die Lötstelle noch von Verunreinigungen.

Bildquellen

  • Kupferrohre Weichlöten: Fotolia.com // Ingo Bartussek

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